Freitag, 22. Mai 2020

Gleitzeit

Rosen, Rosen und nochmal Rosen* treffen in meinem heutigen Strauß auf Steppensalbei, Frauenmantel, Akelei, Ehrenpreis, Pfingstrosen und auf einige unreife Samenkapseln der längst verblühten Tulpen. Opulentes trifft auf feingliedrig Zartes. Ich mag die Mischung aus üppigen Blüten, Knospen und Fruchtständen. So gleitet der Frühling langsam in den Sommer. 
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

* Mme de Pompadour, The Alchemist, Ghislaine de Féligond, Glamis Castle














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Mittwoch, 20. Mai 2020

Rosenporträt - Michelle Bedrossian

Ich liebe Rosen. Und meine Sammlung wächst beständig. Weil ich selbst wahnsinnig gerne neue Rosen entdecke und altbekannte Schönheiten bewundere, habe ich mir überlegt, hier die verschiedenen Sorten vorzustellen. Vielleicht gibt es ja andere Rosenfreunde, die sich über meine Bilder freuen.

Den Anfang macht Michelle Bedrossian, eine Rose, die ich vielleicht gar nicht gepflanzt hätte, denn die Farbbeschreibung 'Gelb mit roten Rändern, die zu Rosa verblassen' spricht mich nicht wirklich an. Attila jedoch wollte die Sorte unbedingt. Heute bin ich froh darüber, denn sie auf plumpes Gelb und Rot zu reduzieren, wird ihrer Strahlkraft keineswegs gerecht. Michelle Bedrossians Knospen öffnen sich zu kleinen, zarten Blüten, die ein wahres Farbfeuerwerk niedergehen lassen. Sie leuchten wie die untergehende Sonne, sind ständig im Wandel und dabei keineswegs zu aufdringlich. Die halbgefüllte Form erinnert entfernt an Wildrosen und lädt Bienen und Hummeln zu einem Picknick ein.




Name: Michelle Bedrossian
Alias: MASmibed
Züchter: Dominique Massad, Frankreich 2006
Blütenfarbe: gelborange, apricot, mit kirschroten Rändern, die zu Rosarot verblassen
Laub: dunkelgrün glänzend, junge Blätter rötlich
Höhe: bis zu 120 cm
Gesundheit: 
Duft: 
Bienenfreundlich: 
Hitzetoleranz: 





Ich mag diese Rose, weil sie einerseits kitschig-romantisch ist und dabei unheimlich sympathisch. Ihre Natürlichkeit sorgt dafür, dass sie in jeden garten passt. In aufgeblühtem Stadium liegen die Staubgefäße frei und locken Bienen, Hummeln und andere bestäubende Insekten an.




Freitag, 15. Mai 2020

Regenschwer

Die opulenten Häupter neigen sich unter tausend glitzernden Perlen. Der Garten dampft, die Erde trinkt in gierigen Zügen. Vom Gänseblümchen bis zu den mächtigen alten Linden vor dem Fenster – die Flora atmet auf. Endlich Regen – nach zwei Monaten Warten, in denen kaum ein Tropfen fiel. Der sonst so üppig grüne Mai fiel diesmal hier stellenweise gelbbraun aus. Vertrocknete Wiesen, dürre Felder, sichtlich durstige Bäume. Auch wenn es unwirtlich kalt ist draußen, für die Natur ist heute ein guter Tag. Ich hoffe, es wird auch in den kommenden Monaten zumindest hin und wieder regnen!

Hier teilen sich Rosen (Baron de l'Ain, Boule de neige, Mme Isaac Pereire und Mime de Pompadour) und Pfingstrosen die Vase mit Holunderknospen. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!













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Dienstag, 12. Mai 2020

Grüner Veltliner Smaragd

In der Weinbauregion Wachau lassen sich viele Weißweine der Vinea Wachau in eine der folgenden drei Kategorien einordnen: Steinfeder, Federspiel und Smaragd. Smaragdweine sind dabei die höchste Qualitätsstufe. In bester Lage herangereift, relativ spät gelesen und bis zum natürlichen Gärstillstand vergoren, schmecken sie rund, voll und auf natürliche Weise konzentriert. Sie haben einen Alkoholgehalt von mindestens 12,5% Vol. und ein hohes Lagerpotenzial. Namensgebend für den Smaragdwein ist die prächtige Smaragdeidechse, die an den sonnigen Hängen der Donau häufig anzutreffen ist.
Diese Ohrringe aus Rebholz sind dem exquisiten Grünen Veltliner Smaragd gewidmet. Handgeschnitzt aus ausgewählten Rebstöcken mit charaktervoller Maserung, fein geschliffen und mit Perlen aus Moosachat in faszinierenden Grünschattierungen versehen, erinnern sie mich an die komplexen Weine mit Wachauer Finesse.













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Sonntag, 10. Mai 2020

Im Teegarten

Bei einer Tasse Maitee aus all den feinen Kräutern und Blüten, die es zurzeit zu ernten gibt, auf den üppig blühenden garten zu schauen – das ist Luxus pur.  Verfeinert habe ich den würzigen Trunk aus Zitronenmelisse, Maiwipfeln, den Blättern von Brombeere und schwarzer Johannisbeere und den ersten Holunderblüten mit den Früchten unseres Mandarinenbäumchens, das endlich wieder auf die Terrasse darf. Begleitet wird die Tea Time von einem luftig leichten Strauß aus Nigella, der Rose Boule de Neige, Polsterglockenblumen, Bärlauchblüten und Vergissmeinnicht. Ich hoffe, ihr hattet ebenfalls ein wunderbares Wochenende!




















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Dienstag, 5. Mai 2020

Erdfarben

An Terracotta, Lehm, Sandstein und Löss erinnern mich die warmen Erdtöne dieser Ohrringe. Und an Gewürze – Kurkuma trifft hier auf Zimt, Muskatnuss und Koriander. Der kleinere, leuchtend gelbe Teil besteht aus Essigbaumholz. Der größere Teil mit seinen warmen Braunnuancen ist aus Pfirsichholz geschnitzt. Beiden gemeinsam ist eine schöne Zeichnung mit feinen Linien und ein harmonischer Farbverlauf. Mit seinem natürlichen Leuchten bringt das federleichte Ohrringpaar Sonnenschein und eine Portion Zuversicht in den Alltag.










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Samstag, 2. Mai 2020

Maienzeit

Und wieder liegt ein Sommer vor uns – dort hinter der nächsten Biegung. Ich kann kann ihn ahnen, riechen, beinah spüren. Schon verronnen, der flüchtige Frühling, verweht, über die Hügel. Trocken war er diesmal. Trocken und kurz. Noch sind die Büsche voll Knospen – Holunderknospen, Rosenknospen. Noch wiegen sich die Akeleien in ihrem Elfenkleid im Wind. Noch duftet der Wald nach Bärlauch. Doch abends füllt sich der Hof schon mit süßem Fliederduft. Die Zeit der Lenzrosen und der Kuhschellen ist bereits vorbei. Statt Blüten tragen sie mittlerweile Samenstände.

Hier seht ihr meinen weißen Maienreigen – die Kommenden bitten die Gehenden zum Tanz. Helleborus und Pulsatilla haben ihre Blütezeit schon hinter sich, die Akelei, der Bärlauch und der weiße Flieder befinden sich in Vollblüte, der Schwarzen Holunder, die Rose Boule de Neige und die Fetthenne warten noch auf ihren großen Auftritt. Und um sie alle rankt sich in seinem gelbgrünen Maienkleid der Wilde Wein. 















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