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Mittwoch, 9. November 2016

Winterliches Kürbisdessert

Es ist kalt draußen und drinnen flackert im Ofen das Feuer. Ideal um ganz nebenbei Gemüse oder Obst zu braten. Dieses delikate Kürbisdessert duftet nach Orange und schmeckt fast schon ein wenig nach Weihnachten. Es hat etwas von zuhause und von fernen Ländern gleichzeitig - süß, saftig und unglaublich aromatisch. Das Schöne daran ist, dass es ganz einfach zubereitet ist, nach Belieben variiert werden kann und dabei noch sehr gesund ist.



Kürbisdessert mit winterlichen Gewürzen

für 2 Personen

500 g süßen Kübis (zb. Butternuss), entkernt, geschält, gewürfelt
80 g Walnüsse, geschält
1/4 TL abgeriebene Orangenschale, unbehandelt
3-4 EL Orangensaft
Gewürze nach Belieben, gemahlen
(Zimt, Nelken, Sternanis, Kardamom, 
Ingwer, schwarzer Pfeffer)
1 TL Ahornsirup

Den gewürfelten Kürbis in einer Form oder auf einem mit Backpapier belegten Blech im Ofen bei 180°-200°C etwa 20 Minuten backen, bis er ganz weich ist.

Inzwischen die Walnüsse in einer heißen Pfanne unter ständigem Rühren, rösten. Sobald sie leicht gebräunt sind, den Ahornsirup darüberträufeln. Kurz karamellisiern lassen und auf einem Teller abkühlen.

Den gebackenen Kürbis zerdrücken  und mit der abgerieben Orangenschale und so viel Orangensaft vermischen, dass die Konsistenz cremig und nicht zu trocken ist. Falls das Dessert ganz fein sein soll, mit dem Pürierstab pürieren. Die Gewürze unterrühren und abschmecken.

Das Kürbispüree in zwei Dessertschalen geben und mit den karamellisierten Nüssen bestreuen.














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Mittwoch, 19. Oktober 2016

Quitten-Birnen Torte mit Sesamboden

Quitten sind einfach wundervolle Früchte - so sinnlich anzugreifen und paradiesisch duftend, wirken sie auf mich, als wären sie von einem Barocken Gemälde direkt auf meinen Küchentisch gefallen. Doch sie sind nicht nur unglaublich schön, sie haben auch eine sehr praktische Eigenschaft: Durch das reichlich enthaltene Pektin geben sie Speisen eine leicht geleeartige Konsistenz. Die Gerbsäure verleiht dem Fruchtmus eine eigene und sehr interessante Note. Auch in gekochtem Zustand verströmen Quitten noch ihren Parfumgeruch.
Ich mag sie sehr gerne in Kombination mit Birne und Nüssen. Hier habe ich mich an einer neuen Kreation versucht: Eine Torte mit fruchtiger Fülle, die hier sehr pur zur Geltung kommt Nur etwas Zimt und Zitronensaft unterstreichen das herbstliche Aroma von Quitte und Birne. Für eine knusprig karamellige Komponente sorgt der warme Geschmack von geröstetem Sesam und gerösteten Haferflocken, vermengt mit süßem Dattelmus.



Quitten-Birnen-Torte

BODEN
1 Tasse Haferflocken
1 Tasse Sesam
1/2 Tasse Sonnenblumenkerne
1 Tasse Datteln, entsteint
1 EL Kakaopulver

FÜLLE
2 Quitten
3-4 Birnen
etwas Zitronensaft
1/2 TL Zimt

DEKORATION
1 Anisstern
etwas Zimt



Die Datteln und die Sonnenblumenkerne mit 1 Tasse heißem Wasser bedecken und mindestens eine halbe Stunde einweichen. 

Inzwischen die Quitten und Birnen waschen, schälen, vierteln, entkernen und kleine Würfel schneiden. In einem Topf mit ganz wenig Wasser und dem Zitronensaft weichkochen. Den Zimt hinzufügen und etwas abkühlen lassen. Sobald das Fruchtmus nicht mehr heiß ist, mit dem Pürierstab fein pürieren. Die Fruchtcreme sollte nicht zu flüssig sein - bei Bedarf also noch etwas köcheln lassen.

Den Sesam in einer Pfanne ohne Öl goldbraun rösten, abkühlen lassen und etwa ein Drittel entnehmen. Die Haferflocken ebenfalls goldbrau rösten.

Das entnommene Drittel Sesam mit den Datteln, den Sonnenblumenkerne  und dem Einweichwasser zu einer cremigen Masse pürieren. Mit den Haferflocken, den verbliebenen 2/3 Sesam und dem Kakaopulver verrühren. Sollte die Masse zu trocken sein, noch Haferflocken hinzufügen. Ist sie zu klebrig, noch ein wenig Wasser unterrühren.

Die Tortenform einfetten, die Hafer-Sesam-Masse hineingeben und mit den Fingern in Form drücken. Am Rand sollte sie etwa zwei Zentimeter hochstehen. Mit einer Gabel oft einstechen und bei 150 °C etwa 15-20 Minuten backen. 

DieQuitten-Birnen-Masse auf dem vorgebackenen Boden verteilen und die Torte weitere 20 Minuten bei 150 °C backen.

Die fertige Torte aus dem Ofen nehmen und ein wenig abkühlen lassen. Mit einem Anisstern verzieren und mit Zimt bestreuen.






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Mittwoch, 5. Oktober 2016

Saftiger Kürbiskuchen

In unserem Hof liegt ein kleiner Berg leuchtender Kürbisse aufgetürmt. Jedes Mal, wenn ich daran vorbeigehe, freue ich mich über die bunte Ernte. Und jedes Mal überkommen mich neue Rezeptideen bei ihrem Anblick. Am Sonntag hatte ich dann endlich Zeit, diesen ausführlicher nachzugehen. So entstand ein Küchen mit cremiger Kürbisfülle  - süß, würzig, mit knusprigem Boden. Letzteren stellte ich mir wie einen Mürbteig vor, nur herbstlich aromatisch und zart nussig. Zwei meiner absoluten Lieblingszutaten sind Haferflocken und Mandeln. Die mag ich schon zum Frühstück und sowieso fast immer. Durch das Vorbacken kommt das warme Aroma der Haferflocken besonders gut zur Geltung und verschmilzt perfekt mit dem Geschmack von gerösteten Mandeln und Zimt. Die Fülle macht den Kuchen saftig und unvergleichlich herbstlich-winterlich, was durch die Gewürzmischung aus Kardamom, Nelken, Zimt und Ingwer noch verstärkt wird. Die süße Krönung ist die Schokoglasur, die selbst Kürbisskeptikern über die orangen Tatsachen hinweghilft.





Kürbis-Kuchen

BODEN
1 Tasse Haferflocken
1 Tasse Mandeln, gerieben
1/2 Tasse Sonnenblumenkerne
1 Tasse Datteln, entsteint
1 TL Zimt

FÜLLE
1 kl. Hokkaido
1/2 Tasse Kokosmilch (Dose)
4 EL Agavendicksaft oder Honig*
Saft einer halben Zitrone
1 TL Zimt, Nelken, Kardamom, Ingwer

SCHOKOGLASUR
4 EL Kokosöl
3 EL Kakao
2 EL Agavendicksaft oder Honig*


Die Datteln und die Sonnenblumenkerne knapp mit heißem Wasser bedecken und mindestens eine halbe Stunde einweichen. 

Inzwischen Kürbis waschen, halbieren, entkernen und in Spalten schneiden. Über Dampf weichdünsten oder im Ofen bei 200° C mit einem Gefäß voll Wasser unter dem Blech backen. Abkühlen lassen.

Datteln und Sonnenblumenkerne mit dem Wasser zu einer cremigen Masse pürieren. Mit den Haferflocken, den geriebenen Mandeln und dem Zimtpulver verrühren. Die Masse sollte nicht zu klebrig sein. In diesem Fall noch mehr Haferflocken oder geriebene Mandeln daruntermischen.

Eine Tortenform einfetten, die Masse hineingeben und mit den Fingern in Form drücken. Am Rand sollte sie etwa zwei Zentimeter hochstehen. Mit einer Gabel oft einstechen und bei 150 °C etwa 15-20 Minuten backen.

In der Zwischenzeit den Kürbis zerdrücken und mit der Kokosmilch, dem Agavendicksaft (Honig), dem Zitronensaft und den Gewürzen gut vermischen.

Die Kürbismasse auf dem vorgebackenen Boden verteilen und den Kuchen weitere 20 Minuten bei 150 °C backen.

Bis er fertig ist, könnt ihr die Glasur anfertigen: Dafür das Kokosöl leicht erwärmen, sodass es flüssig wird und mit dem Kakao und dem Agavendicksaft (Honig) verrühren.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, ein wenig abkühlen lassen und die Schokoglasur darauf mit einem Löffel verteilen. Ganz abkühlen lassen, mit Zimt-, Nelken- und Kardamompulver bestreuen und genießen. 

* Agavendicksaft schmeckt neutraler als Honig. Beide können aber als Süßungsmittel für den Kuchen verwendet werden und es bleibt eurem Geschmack und euren Vorlieben überlassen, für welches ihr euch entscheidet.











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Mittwoch, 2. März 2016

Glückskekse

Je trostloser das Wetter wurde, desto mehr war mir nach Farbe zumute und nach einem kleinen Experiment. Ich hatte nämlich Birkenzucker geschenkt bekommen und wollte ihn gerne verwenden, nur wusste ich nicht so recht wofür. Ich bin ja keine Naschkatze und habe nur selten Verlangen nach Süßem. Aber Buntes mag ich sehr. Es erinnert mich an meine Kindheit - an Gummibärchen und die "Kugelrutsche" bei Ikea. Erinnert sich jemand von euch daran? Ich meine diese Rutsche, wo man nach dem Runterrutschen in einem Raum voll bunter Kugeln landete. Ich war vollkommen verrückt danach.
Meine Idee war also, etwas zu backen, das dieses Gefühl von "verrückt vor Glück" wieder aufkommen lässt - und zwar ohne künstliche Farbstoffe, sondern mit Zutaten, die Energie geben; zum Rutschen, Schaukeln oder einfach so für den Frühling. Birkenzucker kannte ich nur vom Hörensagen. Da ich eben nicht viel nasche, muss ich mir auch keine großen Gedanken um übertriebenen Zuckerkonsum machen. Ja, weißer, raffinierter Zucker ist nicht gesund, schlecht für die Zähne und voll leerer Kalorien, das weiß mittlerweile jedes Kind. Über Birkenzucker (Xylit) habe ich gelesen, dass er eine anti-kariogene Wirkung hat, also nicht nur kein Karies verursacht sondern sogar eine Kariesreduktion bewirkt. Bei Menschen, die nicht an Xylit gewöhnt sind, kann ein übermäßiger Konsum anfangs allerdings abführend wirken.

Für meine bunten Glückskekse wollte ich buntes Gemüse zum Färben verwenden, und zwar solches, das gut zu Süßem passt, weil selbst süß oder neutral. Rote Rüben (Rote Beete) färben ja sehr intensiv und ich liebe ihre milde Süße. Ebenfalls süß und farbenfroh sind Karotten (Möhren). Ich beschloss, die beiden separat weichzukochen, das Wasser abzugießen und sie mit Zitronensaft (für den Geschmack und zum Erhalt der Farben beim Backen) und etwas Kurkuma (für ein kräftigeres Gelb) zu pürieren. Weil ich noch eine weitere Farbe wollte, kam ich schließlich auf Spinat. Da dieser aber nicht von Natur aus süß ist, überlegte ich mir, ihn mit einer reifen Banane zu einer feinen grünen Masse zu pürieren. Als Fett habe ich den dickflüssigen Teil der Kokosmilch verwendet. Und beim Mehl wollte ich ebenfalls etwas Neues ausprobieren: Ich hatte auch Süßlupinenmehl geschenkt bekommen (ja, meine Freunde und Verwandten wissen eben, dass ich sehr neugierig auf mir unbekannte Lebensmittel bin) und beschloss, es mit gemahlenen Haferflocken und gemahlenem Quinoa zu vermischen.

Was soll ich euch sagen - die verschiedenfarbigen Teige waren die reinste Freude! Da kein Ei enthalten war, konnte ich sie bereits roh kosten und feststellen, dass sie angenehm süß und zitronig schmeckten. Anfangs machte ich mir Sorgen, dass die Farben beim Backen ihre Leuchtkraft verlieren würden. Aber sie wurden nur minimal blasser und waren immer noch beeindruckend bunt. Und das beste: Die Kekse schmecken richtig gut: Mild, süß und saftig! Sie versetzen mich in Osterlaune und zurück in meine Kindheit.





ROT

150g Rote Rüben (Rote Beete) gekocht
1 EL Zitronensaft
3 EL Kokosmilch
1/3 Tasse Hafermehl 
1/3 Tasse Quinoamehl
1/3 Tasse Süßlupinenmehl
2 EL Birkenzucker
1 Msp Natron

Die Roten Rüben nach dem Kochen abtropfen lassen und mit dem Zitronensaft und der Kokosmilch pürieren. Nun das Mehl mit dem Natron vermischen und gemeinsam mit dem Zucker in die Rote Rüben-Masse rühren. Falls die Masse zu feucht ist, noch etwas Hafermehl hinzufügen.

ANMERKUNG: Für das Hafer- und das Quinoamehl habe ich Haferflocken und Quinoa in der Kaffeemühle gemahlen.


GELB

150g Karotten (Möhren) gekocht
2 ELZitronensaft
3 EL Kokosmilch
1/3 Tasse Mandeln gerieben
1/3 Tasse Hafermehl
1/3 Tasse Quinoamehl
1/3 Tasse Süßlupinenmehl
2-3 EL Birkenzucker
1 Msp Kurkuma
1 Msp Natron

Die Karotten nach dem Kochen abtropfen lassen und mit dem Zitronensaft und der Kokosmilch pürieren. Nun das Mehl mit den Mandeln, dem Kurkuma und dem Natron vermischen und gemeinsam mit dem Zucker in die Karotten-Masse rühren. Falls die Masse zu feucht ist, noch etwas geriebene Mandeln oder Hafermehl hinzufügen.

ANMERKUNG: Für das Hafer- und das Quinoamehl habe ich Haferflocken und Quinoa in der Kaffeemühle gemahlen.


GRÜN

70 g Spinat blanchiert
1 Banane
2 EL Kokosmilch
1 ELZitronensaft
2 EL Kokosraspeln
1/3 Tasse Hafermehl
1/3 Tasse Quinoamehl
1/3 Tasse Süßlupinenmehl
2 EL Birkenzucker
1 Msp Natron

Den Spinat nach dem Blanchieren abtropfen und abkühlen lassen und mit der Banane, dem Zitronensaft und der Kokosmilch pürieren. Nun das Mehl mit den Kokosraspeln und dem Natron vermischen und gemeinsam mit dem Zucker in die Karotten-Masse rühren. Falls die Masse zu feucht ist, noch etwas Kokosraspeln oder Hafermehl hinzufügen.

ANMERKUNG: Für das Hafer- und das Quinoamehl habe ich Haferflocken und Quinoa in der Kaffeemühle gemahlen.

Den Backofen auf 200° C vorheizen. Nun aus den verschiedenfarbigen Massen mit leicht angefeuchteten Händen Kugeln formen, diese etwas flachdrücken und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzten. Dort die Kekse noch weiter flachdrücken bis sie schön rund und nicht zu dick sind. Etwa 20 Minuten backen.









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Samstag, 13. Februar 2016

Pink Valentine

Meine Schwester hat mir mit dieser Torte schrille Begeisterungsschreie entlockt - gut, dass ihr die nicht hören musstet... Aber ist sie nicht entzückend, herzallerliebst und absolut genial? Und stellt euch vor, sie hat sie selbst erfunden! Das Wunderwerk ist auch noch vegan (eine Leidenschaft meiner Schwester) und ihr werdet niemals erraten, was die schöne Torte so zuckerlrosa und hellokittypink macht! Es sind keine Erdbeeren, keine Himbeeren und es ist schon gar keine Chemie, die ihr zu dieser rosigen Farbe verhelfen - nein, es sind Rote Rüben. Und sie schmeckt sagenhaft! Zartschmelzend, süß, nussig, zitonig - eine wahre Geschmacksexplosion. Wie wundervoll, dass ich zwei so grandiose Schwestern habe!
Ich darf euch sogar das Rezept verraten. Da meine Schwester die Torte sozusagen während des Backens erfunden hat, kann ich euch leider keine genauen Mengenangaben nennen. Unten findet ihr aber zumindest eine Auflistung der verwendeten Zutaten. Experimentierfreudige und Wagemutige können sich also gerne ins rosarote Abenteuer stürzen. Viel Spaß beim Ausprobieren!






BODEN
geriebene Wahlnüsse geriebene Mandeln 2 Rote Rüben (gekocht, "Pressrückstände") Zimt Kokosöl (flüssig) Agavensaft Datteln FÜLLE WEISS
Saft von ca 5 Zitronen Cashewnüsse Kokosmilch Agavensaft Zirtonenöl / abgeriebene Zitronenschale Kokosöl (flüssig)
FÜLLE ROSA

Roter Rüben-Saft
Kokosöl (flüssig) Koksmilch Agavensaft Rosenwasser Cashewnüsse Heidelbeeren Saft einer Zitrone

Die Roten Rüben hat meine Schwester geschält, gewürfelt und gekocht, sie dann püriert und durch ein Tiuch gepresst. Den so gewonnenen Saft hat sie für die rosa Fülle verwendet, die Pressrückstände im Tuch für den Boden. Die Masse für den Boden soll klebrig sein und sich in der mit Backpapier ausgelegten Tortenform verteilen und andrücken lassen. Den Tortenboden hat sie bei 130° C im Ofen gebacken bis er ein wenig knusprig war.

Sie möchte die Torte noch einmal machen und dann auch die Mengenangaben und die einzelnen Schritte notieren. Wenn ihr Interesse habt, kann ich euch dann das vollständige Rezept geben.








Samstag, 18. Juli 2015

Juli-Gartenteller

mit gebratenen Kohlrabischeiben, zitronigen Erbsenschoten, Grünkohl-Soja-Laibchen und Amaranth

Dieses Gericht habe ich Anfang Juli erfunden, als der Kohlrabi drohte holzig zu werden und die Erbsenschoten dringend geerntet werden mussten. Es hat wahnsinnig gut geschmeckt, deshalb will ich es euch nicht vorenthalten. Der gebratene Kohlrabi hat einen so feinen, nussigen Geschmack. Die Kombination aus Minze und Grünkohl gibt den Laibchen eine würzig frische Note. Und mein ganz besonderer Stolz sind die Erbsenschoten, die ich mit Zitronenstückchen mit Schale und Chili gebraten habe. Ganz ohne Salz oder andere Gewürze. Ich sage euch, die schmecken himmlisch! Süß, zitronig, weich und auch irgendwie knackig und natürlich ein wenig scharf. Das müsst ihr unbedingt ausprobieren. Das alles habe ich mit Amaranth kombiniert, der, ebenso wie der Kohlrabi, angenehm nussig schmeckt und reich an Eiweiß und essentiellen Fettsäuren ist.



Für 2 Personen

I

1 Kaffeetasse Amaranth
2 Kaffeetassen Wasser
Salz

II

1 Kaffeetasse Sojagranulat
1/3 Kaffeetasse Haferflocken
2 EL Leinsamen
1-2 EL Ciasamen
4-5 Grünkohlblätter
1 kl. Minzezweig
1 Knoblauchzehe
1 Spritzer Sojasauce
1/2 TL Salz
1 Msp. Chili
Pfeffer
2 EL Rapsöl

III

1 Kohlrabi
1 EL Rapsöl
Salz, Pfeffer

IV

3 Handvoll Erbsenschoten
1 Zitronenscheibe mit Schale (unbehandelt)
1 Msp. Chili
1 EL Rapsöl




I Amaranth waschen, abtropfen und mit der doppelten Menge Wasser und etwas Salz aufkochen. Dann abdecken und solange dünsten, bis das Wasser aufgesaugt ist.

II Das Sojagranulat und die Haferflocken mit heißem Wasser übergießen und 5 Minuten Quellen lassen.
Inzwischen die Grünkohlblätter waschen, von den Strünken befreien und fein schneiden. Den Minzezweig ebenfalls fein schneiden. Den Knoblauch schälen und zerdrücken.
Nun überschüssiges Wasser von der Soja-Hafermischung abgießen, alle Zutaten in einer Schüssel verrühren und 5 Minuten ziehen lassen.
Danach Laibchen formen. Diese entweder jetzt oder nach den Kohlrabischeiben in einer Pfanne braten.

III Den Kohlrabi in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden, salzen und pfeffern und in einer Pfanne in 1 EL Rapsöl solange beidseitig braten, bis er bissfest bzw. weich ist (je nach Geschmack).

IV Die Erbsenschoten waschen und die Stielansätze wegschneiden. Die Zitronenscheibe mit der Schale in feine Stückchen schneiden. Das Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen. Die Erbsen hineingeben, ca. 1 Minute rösten. Dann mit Chili würzen und die Zitronenstückchen dazugeben und etwa drei Minuten dünsten/rösten.

Alles auf einem Teller anrichten und genießen.










Dienstag, 14. Juli 2015

Dessert "Marillenknödel"

Wie ich schon mehrmals berichtet habe, gibt es ei uns heuer keine Marillen, da es Anfang Mai so stark gehagelt hat. Nun habe ich - sehr reife - Marillen geschenkt bekommen. Die konnte ich natürlich nicht lange aufbewahren und jeden Tag eine davon essen. Ein typisches Dessert in unserer Gegend sind Marillenknödel - mit Kartoffel- oder Topfenteig und mit süßen Bröseln.
Mein Plan war, eine von Marilenknödeln inspirierte Variante zu machen, bei der die Marillen auch weich sein dürfen. Im Kopf hatte ich dabei ein fruchtig frisches Dessert, das auch schön nussig ist und so die Aromen von Marillenknödeln einfängt: Süßsäuerlich saftige Frucht, in diesem unwiderstehlichen Orange, nussig warmes Röstaroma, das karamellig auf der Zunge schmilzt. Und weil ich es lieber ohne raffinierten Zucker mag, bin ich zu dieser Lösung gekommen, die meiner Meinung nach einfach himmlisch schmeckt:




Hommage an den Marillenknödel

TEIL 1
6 reife Marillen
etwas Zitronensaft
2 EL Chiasamen
optinal: 1/2 Banane

TEIL 2
100 g Nüsse 
(Haselnüsse, Paranüsse, Pecannüsse, Mandeln)
1 sehr reife Banane
1/2 TL Kakaopulver
1 TL Chiasamen

1. Die Marillen entkernen, in eine Schüssel geben, mit Zitronensaft beträufeln (damit sie ihre orange Farbe behalten) und mit dem Pürierstab zu einer feinen Creme pürieren. Wer es süßer mag, kann auch eine halbe Banane dazugeben.

Nun die Chiasamen unterrühren und die Marillencreme, beiseite stellen.

2. Für den zweiten Teil, die Nusscreme, die Nüsse in einer Pfanne ohne Öl rösten, bis sie braun sind und nach gerösteten Nüssen duften. Ich habe größtenteils Haselnüsse und einige Para-, Pecannüsse und Mandeln verwendet. Ihr könnt auch nur Haselnüsse oder Haselnüsse zusammen mit Mandeln verwenden.

Die Nüsse ein wenig abkühlen lassen und sie dann in einer Mühle reiben, mit der Küchenmaschine zerkleinern, sie hacken oder einfach mit einem Messer in kleine feine Stückchen schneiden.

Die Banane in Scheiben schneiden und in ein hohes, schmales Rührgefäß geben. Nun die zerkleinerten Nüsse, das Kakaopulver und die Chiasamen hinzufügen und mit dem Pürierstab pürieren.

Jetzt zuerst die Marillencreme in Dessertschalen füllen und dann die etwas festere Nusscreme daraufgeben. 





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