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Dienstag, 19. September 2017

Sonnenstunde

Sie sind rar geworden, die warmen Momente. Eine Kaltfront jagt die nächste. Und dennochöffnet sich der schwarze Himmel manchmal und dann strahlt sie wieder, als wäre nie etwas geschehen. Und das ist es ja eigentlich auch nicht. Was kann denn die Sonne dafür, wenn sich ständig dunkle Wolken vor sie schieben! Für ein paar Minuten ist es dann Sommer. Mit dem Rücken zur Hauswand atme ich den Duft der Rosen und tanke Sonnenschein.

Diese Ohrringe sind aus Recyclingholz gemacht. Ich habe euch ja schon öfter von der alten Mahagonitreppe meiner Kindheit erzählt. Hier seht ihr wieder einmal ihre Reinkarnation. Die Upcycling-Ohrringe sind mit apfelgrünen Jadeperlen versehen. Ich mag die Zeichnung im Holz und die schöne Maserung.















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Dienstag, 29. August 2017

Palingenesis

Ihr früheres Leben als Treppe war anders - ein reges Kommen und Gehen, ein ständiges Auf und Ab, unter dem Trappeln unzähliger Füße; leichtes Schwingen, Knarren, Poltern. Lachen, Rufen, Stimmen aus allen Richtungen. Dann kamen die stillen Jahre, die dunklen, ruhigen. Staubüberzogen, spinnenumwoben im fahlen Dämmerlicht der Scheune, wo Fledermäuse kopfüber schliefen und der Winterwind durch die Ritzen blies. Bis sich das große Tor öffnete. Im weißen Licht geschah die Wandlung, die Wiedergeburt: Die Bretter legten ihre alte Steifheit ab, warfen die Last ab. Das Eckige wurde rund, das Starre konnte plötzlich frei schwingen, schaukeln. Das zweite Leben ist anders - leichter, heller; irgendwie hautnah. 

Ich glaube, die Upcycling-Ohrringe aus Mahagoniholz fühlen sich ganz wohl nach ihrer Reinkarnation aus einer alten Mahagoni-Treppe. Nun sind sie immer in Bewegung, windumspielt, lichtbeschienen. Von der Aufstiegshilfe zum Blickfänger sozusagen. Leicht zu tragen und matt schimmernd, bestechen sie durch ihre schöne Maserung - und durch ihre bewegte Geschichte, ihr früheres Leben.











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Dienstag, 14. Oktober 2014

Kürbisblätter à la carte

Zur Zeit haben Kürbisse Hochsaison. Von Suppe und Auflauf über Gemüse bis hin zu Kuchen, Marmelade und Chutney sind sie in einer Vielzahl von Gerichten prominent vertreten. 
Meine Kürbisse wurden bereits geerntet und trotzdem laufen einige Kürbispflanzen erst jetzt zu ihrer Hochform auf. Junge Triebe ranken sich durch den Garten, als wäre es Mitte Juni. Da ich vor langem einmal gehört habe, dass in anderen Kulturen nicht nur die Früchte, sondern auch die Blätter verzehrt werden, habe ich mich auf die Suche nach Rezepten gemacht. Wikipedia hat mir erklärt, die jungen Blätter, die Triebspitzen und die Blüten der Speisekürbisse sind genießbar. Sonst habe ich noch den Hinweis gefunden, dass Kürbisblätter in Asien, Afrika und Südamerika in der Küche verwendet werden. Auf richtig brauchbare Rezepte bin ich bei meiner Recherche nicht gestoßen. Deshalb habe ich letztendlich selbst eines erfunden. Es ist von der chinesischen und der thailändischen Küche inspiriert und recht einfach:


Kürbisblättergemüse

1 Schüssel voll junger Kürbisblätter und Triebspitzen
1 kleine Zwiebel
1 Stück Ingwer
3 - 5 Knoblauchzehen
1/2 Limette oder Zitrone
Korianderkörner
Lemongrass (als Pulver)
Öl
Pfeffer
Salz


1. Die Kürbisblätter waschen und eventuell - ähnlich wie bei Fisolen (Buschbohnen) - an den Stängeln die fasrigen Teile wie "Fäden" abziehen.

2. Die Zwiebel fein schneiden und in einer großen Pfanne anbraten. Den Ingwer in kleine Stückchen schneiden und zur Zwiebel geben. 

3. Die Kürbisblätter dazugeben, salzen und pfeffern und unter häufigem Rühren braten. 

4. Koriander im Mörser zerstoßen und hinzufügen.

5. Den Knoblauch in feine Scheiben schneiden und ebenfalls zum Kürbisblattgemüse geben.

6. Lemongrass darüberstreuen, die halbe Limette/Zitrone auspressen und über das Gemüse gießen.

7. Nun kurz einen Deckel auf die Pfanne geben, damit die Blätter ein wenig dünsten können. Zum Schluss den Deckel wieder herunternehmen und so lange braten, bis keine Flüssigkeit mehr in der Pfanne ist.

8. Mit Reis servieren.

Dieses Rezept kann natürlich auch mit Fisch, Tofu oder Fleisch gemacht werden - auch Sojasauce oder wahlweise Kokosmilch kann ich mir hervorragend dazu vorstellen. Ich wollte es für den Anfang einfach so "pur" wie möglich kochen, um zu sehen, wie Kürbisblätter tatsächlich schmecken. Und sie sind gut - sehr gut sogar! Ein wenig wie Erbsen in der Schote, irgendwie grün und gemüsig - auf jeden Fall sehr angenehm! 





ERGÄNZUNG: Ich habe das Gericht ein zweites Mal gekocht und diesmal den Zitronensaft weggelassen. Dadurch sind die Kürbisblätter schön grün geblieben. Außerdem habe ich zusätzlich ein Thaicurry mit Putenfleisch und Kokosmilch gemacht. Das war wirklich SEHR gut!






Freitag, 10. Oktober 2014

Kaffeepeeling - Kleiner Schwarzer am Morgen

Ich muss gestehen, ich bin kaffeesüchtig. Und wenn ich nicht aufpasse, trinke ich sieben Häferl am Tag. Ja und meistens passe ich eben nicht auf. Da fällt jede Menge Kaffeesatz an und der ist - vor allem für Kaffeeliebhaber - die ideale Hautpflege. Kaffeegeruch solltet man schon mögen, wenn man ein Kaffeepeeling oder eine Kaffeemaske macht.


Kaffeepeeling

Filterkaffeesatz 
(oder Kaffeesatz aus der Espressomaschine)
1 EL Feinkristallzucker
1 TL Sesamöl

Diese Mischung kann nun als Gesichtsmaske oder als Gesichts- beziehungsweise Körperpeeling verwendet werden. Das sieht recht wild aus. Vor allem beim Körperpeeling wird die Duschkabine auch ein wenig verwüstet. Doch keine Panik - der Kaffee lässt sich ganz einfach wieder wegspülen.



Und die Sauerei lohnt sich: Die Haut wird gut durchblutet, samtweich und zart. Und so bleibt sie dann auch einige Tage. Angeblich soll Koffein auch hautstraffend wirken, doch solchen Aussagen der Kosmetikindustrie traue ich nicht so ganz. Immerhin wird mit derartigen Versprechen jede Menge Geld verdient. Meine Haut ist sowieso straff und sollte sie das einmal nicht mehr sein, dann ist das halt so. Dann wird auch keine Wundercrème um 300 Euro etwas daran ändern. Da habe ich lieber weiterhin Freude an Melange, Espresso, Cappuccino, Großem und Kleinem Schwarzen. Die wende ich innerlich und äußerlich an. Denn doppelt hält besser.



Montag, 12. November 2012

Roter RollHund

Ein Hund auf Rädern zum Spielen und Liebhaben!
Aus recyceltem Kiefernvollholz, rot gebeizt, lackiert.
Dieser Hund ist aus einem Regalbrett eines sechzig Jahre alten Kleiderschranks gemacht.
Die Räder waren einmal eine Vorhangstange.
Größe/Maße/Gewicht
13,5 x 11 x 5 cm