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Dienstag, 10. Oktober 2017

Feigenholz

Name  Echte Feige (Ficus carica)

Familie  Maulbeergewächse (Moraceae)

Wuchsform und Wuchshöhe  Die Feige wächst buschförmig oder als Baum. Sie verzweigt sich schon in sehr geringer Höhe und bildet ausladende Kronen. Der Stamm ist selten gerade, sondern meist gebogen und verdreht. Die Pflanze kann zwischen 3 und 10 Meter hoch werden.

Blüten und Blätter  Feigen sind monözisch, das bedeutet, dass sich an einer Pflanze weibliche und männliche Blüten bilden. Die Blüten sehen aus wie kleine grüne Feigenfrüchte. Südlich der Alpen werden die Blüten von der Feigengallwespe, einem etwa 2 mm großen Insekt, befruchtet. Die Wespe legt ihre Eier in den Männlichen Blüten ab, wo sich die Larven entwickeln. Geschlüpft machen sich die weiblichen Gallwespen sofort auf die Suche nach geeigneten Blüten für die Eiablage. Dabei tragen sie den Pollen aus ihrer Kinderstube, der männlichen Blüte, auch zu den weiblichen Fruchtständen. Feigenbäume, die auf diese Art befruchtet werden, nennt man den Smyrna-Typ.

Da die Feigengallwespe nördlich der Alpen nicht vorkommt, können Feigen bei uns erst kultiviert werden, seit die Zucht des sogenannten Adriatischen-Typs gelang. Bei diesem Feigenbaum entwickeln sich die Früchte ohne Befruchtung.

Weiters gibt es noch den San Pedro-Typ, bei dem sich nach einer Feigengeneration ohne Befruchtung, die nächste Generation erst durch erfolgte Befruchtung entwickelt.



Früchte  Feigen sind kugelige bis birnenförmige Scheinfrüchte. Abhängig von der Sorte sind sie grün bis violett, das Fruchtfleisch der reifen Früchte ist rötlich und enthält viele Samen. In warmen Klimazonen kann ein Feigenbaum dreimal im Jahr Früchte tragen, in unseren Breiten nur zweimal.






Holz  Feigenholz wurde im späten Mittelalter für die Herstellung von Holztafeln für die Malerei verwendet. Es wurde auch zur Herstellung von Griffen (zb Messergriffe oder Griffe von Schreibgeräten) und manchmal auch für Möbel genutzt. 

Die Rinde ist graubraun und dünn, das Holz leicht gelb und homogen, das heißt es gibt keinen Unterschied zwischen Splint und Kern. Das Holz ist leicht zu bearbeiten. Die Maserung wirkt wie gebürstet und erinnert mich diesbezüglich ein bisschen an Kiwiholz und Weinrebe. Feigenholz lässt sich gut polieren und erhält dadurch einen seidigen Schimmer.











Was ich an Feigenholz so mag  Mir gefällt der sandige Farbton des Holzes - und auch die Gedanke, dass bereits in der Antike Gebrauchsgegenstände aus diesem Werkstoff hergestellt wurden. Bei der Verarbeitung verströmt das Holz eine süßlich schweren Duft, der mich ein bisschen an Spekulatius erinnert und an den typischen Feigenduft im Mittelmeerraum.








Unser Feigenbaum  ist mittlerweile 17 Jahre alt. Mein Vater hat ihn als Steckling aus Italien bekommen. Anfangs war er im Winter noch recht frostempfindlich und musste dick eingepackt werden. Nach einigen Jahren überstand er auch kalte Winter problemlos. Manchmal ist der eine oder andere Ast abgefroren, sonst gab es keine Probleme.  Und aus abgefrorenen Ästen lässt sich schließlich einiges machen :D
Seine Früchte sind grün und köstlich. Sie reifen zweimal im Jahr - einmal Anfang Juli und einmal im September.
Wenn ihr Feigen pflanzen möchtet, ist es wichtig auf eine geschützte, sehr sonnige Lage - am besten südlich vor einer Hauswand - zu achten. Ich mag den Baum sehr. Er riecht so gut, hat eine einzigartige Form und seine Früchte sind wirklich eine Delikatesse.




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Mittwoch, 15. März 2017

Frühlingsluft

Die Palmkätzchen blühen und damit summen auch die Bienen wieder. Im Dickicht jubiliert eine Amsel, aus dem feuchten Boden sprießt und keimt es. Das Unkraut natürlich zuerst, wobei 'Unkraut' ja sowieso ein Unwort ist. Wir haben große Freude an den frischen Löwenzahnblättern, den jungen Gierschblättern und den Brennnesselspitzen. Endlich wieder Spinat, Salat und Smoothies aus frisch Geerntetem! Und das beste - der Boden das Auwaldes  ist bereits mit einem saftiggrünen Teppich aus Bärlauch bedeckt. 
Und auch an Attilas Schmuck geht der Einzug des Frühlings nicht spurlos vorüber. Seine neuen Kreationen leuchten in sonnigen Tönen, blassgrüne Perlen sitzen wie Plattknospen am Holz und turtelnde Vöglein wollen an Ohrläppchen nisten.




Querschnitt durch den Stamm eines alten Marillenbaumes

Ohrringe aus Zwetschge und Jade

Ohrstecker aus Marillenholz



Ohrringe aus Weinrebe und Jade

Ohrstecker aus Fliederholz



Ohrstecker aus Zwetschgenholz

Ohrstecker aus Fliederholz

Ohrstecker aus Walnussholz




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frollein-pfau.blogspot.de


Mittwoch, 20. April 2016

Magnolienholz

Name  Magnolia

Familie  Magnoliengewächse (Magnoliaceae)

Wuchsform und Wuchshöhe  Magnolien könne in Busch- oder Baumform wachsen. Bei letzterer Wuchsform ist der Stamm meist kurz und die Krone breit. Typisch für die bei uns am häufigsten verbreiteten Arten dieser aus Asien und Nordamarika stammenden Laubgehölze sind die graue Rinde, die je nach Art und Alter des Baumes glatt oder rau sein kann und die überdimensionalen Blüten.

Blüten und Blätter  Wegen ihrer großen auffälligen Blüten sind Magnolien als Ziergehölze sehr beliebt. Bei vielen Magnolienarten werden die Blüten bereits im Vorjahr angelegt. Daher blühen diese Bäume dann im frühen Frühjahr noch bevor sich die Blattknospen öffnen. Außergewöhnlich ist auch der Aufbau der Blüten: Sie sind azyklisch aufgebaut, die Blütenteile sind schraubig an einer Blütenachse angeordnet. Die Blätter sind wechselständig mit glattem Blattrand.

Tulpenmagnolie

Sternmagnolie

Purpurmagnolie


Samen  Magnolien bilden Balgfrüchte mit roten Samen aus denen sich theorethisch wieder Magnolienbäumeziehen lassen. Dazu sollten sie allerdings stratifiziert werden. Meist braucht die Keimung etwas Zeit und Geduld.

Giftigkeit  Alle Pflanzenteile sind leicht giftig. Das Holz sollte daher nicht für Löffel verwendet werden.

Holz  Magnolienholz ist hell - cremefarben, stellenweise gelblich bis leicht braun. Es hat eine feine, ebenmäßige Struktur. Die feinen Holzstrahlen geben der Oberfläche einen leichten Schimmer, ähnlich wie bei Ahornholz. Das Holz lässt sich gut bearbeiten und ist zum Schnitzen gut geeignet.
In Asien ist es beliebt für Messergriffe. 

Was ich an Magnolienholz so mag  Mir gefallen die zarte Maserung und der helle, fast elfenbeinfarbene Ton. Beim Sägen duftet Magnolienholz nach Zitrusblättern.


Fladern- und Radialschnitt mit gut sichtbaren Holzstrahlen

Hirnholz mit gut erkennbaren Jahresringen


Ohrringe aus Magnolienholz




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Dienstag, 2. Februar 2016

Fast vorfrühlingshaft

Diese Ohrringe sind aus Magnolienholz, könnt ihr euch das vorstellen? Magnolienholz - das klingt nach Frühling, nach pelzig graugrünen Knospen, nach weißen und rosa Blüten, wenn sonst noch alles kahl ist! Ja, ich gebe es zu, ich träume bereits von Frühlingsluft und Blütenduft. Deshalb haben mir diese Ohrringe, die Attila gestern gemacht hat und die mich übrigens an ein Blütenblatt einer Sternmagnolie erinnern, eine besondere Freude gemacht. Das erste Schneeglöckchen habe ich gestern auch schon gesehen! In einem Vorgarten stand es, noch ganz einsam. Ich konnte es kaum glauben! Er naht wieder einmal, der Frühling. Auch wenn noch einige Zeit vergehen wird, bis er endlich wirklich da ist, so kann ich ihn manchmal schon ahnen, hören oder riechen.

Die liebe Jutta stellt unseren Blog heute in ihrem Post auf vor. Sie zeigt dort immer wieder neu entdeckte Blogs. Wir beide und natürlich Jutta würden uns freuen, wenn ihr vorbeischaut.










Mittwoch, 4. November 2015

Ohrringe aus Hartriegelholz

Ich kann fliegen! Zumindest kommt es mir so vor. Meine neuen Ohrringe erinnern mich an die weit ausgebreiteten Flügel einer Taube, die am grauen Novemberhimmel ihre Kreise zieht. Die Ohrringe sind aus Hartriegelholz gemacht und mit dunkelgrauem Garn bestickt. Seht ihr, wie wunderschön hell und cremig diese Holzart ist? Mit ganz zarter Maserung. Dabei ist Hartriegel dicht und hart und trotzdem perfekt zum Schnitzen geeignet. Bei der Bearbeitung duftet das Holz süß und gleichzeitig leicht säuerlich und ein wenig nach frisch gemähtem Gras.
Attila möchte noch weitere Schmuckstücke daraus fertigen. Und ich freue mich schon darauf, sie zu fotografieren.














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