An Terracotta, Lehm, Sandstein und Löss erinnern mich die warmen Erdtöne dieser Ohrringe. Und an Gewürze – Kurkuma trifft hier auf Zimt, Muskatnuss und Koriander. Der kleinere, leuchtend gelbe Teil besteht aus Essigbaumholz. Der größere Teil mit seinen warmen Braunnuancen ist aus Pfirsichholz geschnitzt. Beiden gemeinsam ist eine schöne Zeichnung mit feinen Linien und ein harmonischer Farbverlauf. Mit seinem natürlichen Leuchten bringt das federleichte Ohrringpaar Sonnenschein und eine Portion Zuversicht in den Alltag.
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Dienstag, 5. Mai 2020
Dienstag, 7. April 2020
Ohrringe aus Weingartenpfirsich
Weil es diesen März so warm war, hat der Weingartenpfirsich bereits geblüht und wurde – je nach Lage vom Frost erwischt. Leider ist es so richtig kalt geworden. Hier sank das Thermometer einige Male auf minus sechs oder gar minus sieben Grad. Ob die Bäume Früchte tragen werden, wird sich zeigen. In exponierten Bereichen, sind die Blüten auf jeden Fall abgefroren.
Keinen Schaden genommen hat das schöne Holz dieser zarten Bäume. Es zeichnet sich durch seinen sanften Crémeton mit Gelb- und Rosanuancen aus. Die lebhafte Maserung sorgt für Schwung. Hier seht Pfirsichholz in Kombination mit Walnuss. Der größerer Holzteil besteht aus Pfirsich-, der kleinere aus Nussholz.
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Dienstag, 12. September 2017
Unbeirrbar
Das 'Kleine Unkraut' ist mittlerweile ein Klassiker. Die runden Ohrringe mit den zarten Blümchen sind einer meiner besonderen Lieblinge. Einfach weil ich Unkraut mag: Ackerunkräuter, kleine Blüten am Wegesrand, filigrane Pflanzen in jeder Mauerritze in jeder Fuge. Nichts ist vor ihnen sicher. Die Menschen versuchen, sie auszurotten, sie loszukriegen, sie zu vernichten. Aber das gelingt ihnen nicht. Während sie wie besessen schaben, kratzen - oder noch viel schlimmer - mit Unkrautvernichtungsmitteln wild um sich sprühen, segeln sachte Löwenzahnsamen im Wind, verbreiten sich heimlich Ausläufer, verankern sich tiefe Pfahlwurzeln. Wir werden uns noch eher selbst vernichten mit unseren Herbiziden - denn das Unkraut ist unbesiegbar. Gerade der Mensch, der ja die größte Plage ist, die die Erde jemals heimgesucht hat, sollte Verständnis für den unstillbaren Lebensdrang dieser Pflanzen zeigen. Ich mag dieses beharrliche und dennoch so zarte Blühen sehr. Ein Hoch auf das Unkraut!
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Dienstag, 29. August 2017
Palingenesis
Ihr früheres Leben als Treppe war anders - ein reges Kommen und Gehen, ein ständiges Auf und Ab, unter dem Trappeln unzähliger Füße; leichtes Schwingen, Knarren, Poltern. Lachen, Rufen, Stimmen aus allen Richtungen. Dann kamen die stillen Jahre, die dunklen, ruhigen. Staubüberzogen, spinnenumwoben im fahlen Dämmerlicht der Scheune, wo Fledermäuse kopfüber schliefen und der Winterwind durch die Ritzen blies. Bis sich das große Tor öffnete. Im weißen Licht geschah die Wandlung, die Wiedergeburt: Die Bretter legten ihre alte Steifheit ab, warfen die Last ab. Das Eckige wurde rund, das Starre konnte plötzlich frei schwingen, schaukeln. Das zweite Leben ist anders - leichter, heller; irgendwie hautnah.
Ich glaube, die Upcycling-Ohrringe aus Mahagoniholz fühlen sich ganz wohl nach ihrer Reinkarnation aus einer alten Mahagoni-Treppe. Nun sind sie immer in Bewegung, windumspielt, lichtbeschienen. Von der Aufstiegshilfe zum Blickfänger sozusagen. Leicht zu tragen und matt schimmernd, bestechen sie durch ihre schöne Maserung - und durch ihre bewegte Geschichte, ihr früheres Leben.
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Mittwoch, 31. Mai 2017
Unkrautvernichtung
Schneller als die liebevoll gepflegten Bohnen, kräftiger als die fürsorglich gedüngten Tomaten und saftiger als der täglich gegossene Salat wächst das Unkraut. Es sprießt überall, schießt hoch und erfreut sich selbst bei größter Dürre, während die sorgsam umhegten Kulturpflanzen mimosenhaft vor sich hin mickern, bester Gesundheit. Leider, denn hier sieht man vor lauter Unkraut bald die Pflänzchen nicht mehr und ich komme kaum hinterher mit dem Jäten und Zupfen.
Man kann es aber auch anders sehen: So manches Unkraut ist nicht nur genießbar, sondern ein richtig feines Gemüse. Zum Beispiel die Gartenmelde, die sich hier wie ein grüner Teppich über die Gemüsebeete gelegt hat. Sie kann als Salat, als Spinat, in Suppen oder in grünen Smoothies genossen werden. Ihr Oxalsäuregehalt ist geringer als der des Spinats und sie schmeckt angenehm mild.
Und das Beste: ihr braucht sie nicht zu pflegen, sie verträgt Trockenheit und wächst problemlos auf fast jedem Boden. Wozu also ärgern - lieber das Übel im wahrsten Sinn des Wortes bei der Wurzel packen! Wie gut, dass sich Unkraut auf eine so köstliche und absolut nachhaltige Weise vernichten lässt.
Grüner Smoothie mit Gartenmelde
für 2 Personen
2 Handvoll Melde
1 große, reife Banane
Saft einer Zitrone
3 Blatt Pfefferminze
einige Tropfen kaltgepresstes Öl eurer Wahl
400 ml Wasser
Die Zutaten im Blender fein mixen und gleich servieren.
Gartenmelde-Gemüse nach asiatischer Art
für 2 Personen
3-4 Handvoll Gartenmelde
5 Knoblauchzehen
Pfeffer
Koriander
1 cm Ingwer
1 EL Rapsöl oder Sesamöl
1 TL Sojasauce
Die Melde waschen, die Wurzeln abschneiden und welke Blätter abzupfen. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden, den Ingwer schälen und fein hacken, Pfeffer und Koriander im Mörser zerstoßen.
Das Öl in einer Pfanne erhitzen, den Ingwer kurz anbraten, dann die Gartenmelde und den Knoblauch in die Pfanne geben, mit Pfeffer und Koriander würzen und etwa 3 bis 5 Minuten unter ständigem Rühren braten. Zum Schluss die Sojasauce dazugeben und noch etwa eine Minute dünsten.
Dazu passen ein Spiegelei und Brot, Pasta mit Fetakäse bzw. Tofuwürfeln oder Kartoffel.
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Mittwoch, 24. Mai 2017
Von Maiwipfeln und Holunderblüten
Ja, ich weiß, ich habe euch in den letzten Wochen viel vom Wasserkefir vorgeschwärmt. Er ist aber auch einfach das ideale Fühsommergetränk, vor allem, weil er sich so einfach mit all den wundervollen Kräutern und Blüten, die diese Jahreszeit so hervorbringt, verfeinern lässt. Vorsicht, ich gerate jetzt wieder ins Schwärmen: Es gibt nichts Köstlicheres, Prickelnderes und Duftigeres als Wasserkefir mit Holunderblüten! Keinen erfrischenderen, würzig-zitronigen Durstlöscher als Wasserkefir mit Maiwipfeln. Und nichts, was so angenehm harzig und dabei so mediterran schmeckt wie Wasserkefir mit Salbeiknospen, Orangenschalen und Ingwer.
Diese Drinks sind wirklich edle Speisebegleiter. Sie sehen eindrucksvoll aus, sprudeln ganz wundervoll und verzücken ohne zu berauschen. Nichts gegen ein Glas Sekt mit Erdbeeren oder Holunder - aber untertags habe ich es einfach lieber alkoholfrei, vor allem wenn es auch noch heiß ist.
Ich bin wirklich absolut wasserkefirsüchtig, denn er schmeckt nicht nur unheimlich gut, sondern er ist probiotisch, lässt sich ganz einfach zuhause herstellen und erspart damit das Schleppen von Mineralwasser und verhindert das sinnlose Anwachsen der Müllberge. Hier könnt ihr mehr über Wasserkefir nachlesen. Und hier gibt es ein Blogpost über Wasserkefir mit Waldmeister zu lesen.
Ihr könnt nach Lust und Laune experimentieren. Wer das gerne macht und dabei Wert auf Gesundheit und Umwelt legt, wird viel Freude an Wasserkefirkulturen haben. Zugegeben, sie brauchen ein wenig Pflege, aber der Aufwand ist minimal.
So, nun beende ich meine Lobeshymne! Ich bin nunmal ziemlich begeisterungsfähig. Aber ich verspreche hoch und heilig, euch die nächsten Wochen mit dem Thema Wasserkefir zu verschonen :D
Gedanklich setze ich mich in den Garten auf meinen Lieblingsplatz (der im Lauf des Sommers immer wo anders liegt) zwischen die kitschig-schönen pastell blühenden Blumen und... - ja, was denkt ihr? Ja, erraten - und nippe an einem Glas Wasserkefir mit Maigeschmack.
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