Freitag, 13. März 2015

Kleines blaues Wunder

Sie sehen einfach wahnsinnig süß aus, sind aber die dominantesten Vögel an der Futterstelle. In ein flauschiges Federkleid in den schönsten Blau- und Gelbschattierungen gehüllt, wirken sie, als könnten sie niemandem auch nur ein Haar - geschweige denn eine Feder - krümmen. Doch das ist nur Tarnung: So winzig Blaumeisen auch sind, sie sind die Gangster unter den kleineren Singvögeln und lassen sich kein Körnchen streitig machen. Heute haben sie sich im Nieselregen über den letzten Meisenknödel hergemacht. Amsel, Drossel, Fink und Star und die ganze Vogelschar hatten nicht den Hauch einer Chance.








Mittwoch, 11. März 2015

Feentanz

Unser Garten hat zwei neue Bewohner. Eine Helleborus orientalis und eine Fritillaria meleagris, beide äußerst grazile Geschöpfe, die früh und auch bei Kälte wunderschön blühen. Heute nicken ihre prächtigen Blütenköpfe im Regen und bringen Farbe in den grauen Tag. Vom Fenster aus sehen sie aus wie tanzende Märchenwesen.












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Montag, 9. März 2015

Wo die wilden Biber wohnen


Unter der tausendjährigen Eiche sprießt der Bärlauch. Umgeben von Weihern und Tümpeln ragt dieser mächtige Baum aus dem Auwald auf. Sein Stamm ist so dick, dass fünf Menschen einander an den Händen fassen müssen, um ihn zu umschließen.
Etwas weiter unten an einem Donauarm haben die Biber wieder unzählige Bäume gefällt. Noch bevor ich sie erreiche, höre ich ein lautes Platschen. Nur noch das Wasser kräuselt sich ein wenig, als ich am Ufer stehe. Und dann liegt es wieder still da, wie ein Spiegel für das im Wind wogende Schilf.













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Sonntag, 8. März 2015

Dienstag, 3. März 2015

Märzblüten

Momentan sind die Sinne geschärft und das kleinste Blümchen am Wegrand ist wie ein ganzer Blumenstrauß. Hungrig nach Sonne und Farbe nehmen wir die winzigen blauen Blüten des persischen Ehrenpreises (Veronica persica) im Vorbeigehen wahr. Die Narzissenknospen erscheinen uns plötzlich mindestens so schön wie später die Blüten und die sich zaghaft entfaltenden Rosenblätter lassen uns unwillkürlich lächeln. Das ist ja das Schöne am Vorfrühling, die Ahnung, die Hoffnung, das Sehnen und Wünschen. 




Noch etwas ganz anderes: Schaut bei der Kreativwerkstatt Fleury vorbei. Stefanie hat ein Interview mit mir über fabol und meine Arbeit gemacht. 




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Montag, 2. März 2015

Ein Becher hellen Frühlings

Der Sprühregen lässt die Straße glitzern, die sich von der Donau durch den Auwald windet. Schon vor einiger Zeit wurde dem Frühling hier ein Teppich aus Schneeglöckchen ausgerollt. Zu ihnen haben sich mittlerweile auch Märzenbecher gesellt. Ihre samtweißen Köpfe nicken unter den kühlen Tropfen. Wir sind dem zarten Knoblauchduft gefolgt und haben die ersten Bärlauchblätter gepflückt. Dort auf der Lichtung, hinter der großen umgestürzten Buche, habe ich ihn gesehen für einen Augenblick. Seine Füße berührten den Boden kaum. Die Luft schien wärmer, als er vorbeilief und die Weidenkätzchen wurden rot.












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Sonntag, 1. März 2015