Freitag, 30. September 2016

Lodernd, brennend

Jetzt kommt langsam die Zeit, wo wir abends in der Küche einheizen. Ich mag den Geruch des Feuers, das Knacken des Holzes und die Wärme, die sich wohlig ausbreitet. Draußen erinnern viele Pflanzen ebenfalls an Feuersbrünste: An Mauern und Hauswänden lodert tiefrot der Wilde Wein, die Heidelbeerblätter im Unterholz leuchten weinrot und die umliegenden Weingärten werden sich im Lauf der nächsten Wochen ebenfalls lichtgelb bis dunkelrot färben.
Die Kokardenblumen im Garten müssen nicht erst auf kürzere Tage und kalte Nächte warten um wie Flammen zu leuchten. Ihre natürliche Blütenfarbe erinnert bereits an Feuer, da braucht es gar keinen Chlorophyllabbau. In der kohlschwarzen Vase kommen sie besonders gut zur Geltung. Fast wirken sie wie ein feuerspeiender Vulkan.









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Mittwoch, 28. September 2016

Deep Purple Power

Endlich haben sie wieder so richtig Saison, die Roten Rüben, auch Rote Beete genannt. Ich liebe dieses Gemüse! Das fängt schon bei der herrlichen Farbe an. Dieses tiefe, satte, dunkle Rot gibt mir das Gefühl von Wärme und Kraft. Und tatsächlich soll sich das in der purpurnen Knolle enthaltene Betain positiv auf den Serotoninspiegel auswirken und somit gute Laune machen. Dann erst der feine Geschmack: süß, ganz fein säuerlich, leicht nussig und sanft erdig, so würde ich ihn beschreiben. Und wie gesund sie ist, brauche ich euch wohl gar nicht zu erzählen. Der Ordnung halber erwähne ich dennoch, dass der Verzehr von Roten Rüben einen blutdruckregulierenden Effekt haben soll, die Leber und die Galle anregt, die Wundheilung beschleunigt und Herz und Blutgefäße schützt. Und damit ihre gesunden Eigenschaften so richtig ausgekostet werden, sollte sie roh verzehrt werden. Trinken gilt allerdings auch - deshalb verwende ich sie gerne in herbstlichen und winterlichen Smoothies und Säften. 
In diesem tiefroten Smoothie trifft sie auf die letzten sonnensattsüßen Zwetschgen aus dem Garten, auf den vor Vitaminen und Mineralstoffen nur so strotzenden Grünkohl (der übrigens ein weiteres meiner absoluten Lieblingsgemüse ist, vor allem weil er so einfach zu kultivieren ist), auf Orangen und - wie fast immer bei mir - auf Kurkuma, Ingwer und Pfeffer. Wenn ihr euch also geschmacklich auf die kommende Saison einstimmen und ganz nebenbei noch euer Immunsystem für die kalte Jahreszeit tunen möchtet, dann probiert doch einfach mal diesen Trunk!



Deep Purple Power Smoothie

1 Handvoll Grünkohl
1 kleine Rote Rübe (Rote Beete), mit Blättern und Stielen
5-6 Zwetschgen (Pflaumen)
2 Orange, ausgepresst
1 kl Stück Ingwer, geschält
1/2 TL Kurkuma
schwarzer Pfeffer
ein paar Tropfen Leinöl oder ein TL Leinsamen
eventuell etwas Wasser







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Dienstag, 27. September 2016

Zwetschgenzeit

Wenn der Duft von Zwetschgenkuchen und Zimt das Haus erfüllt, dann geht der Spätsommer langsam in den Herbst über. Ich liebe Zwetschgenkompott, Dörrpflaumen, Zwetschgenröster, Zwetschgensaft - und Zwetschgenholz. Letzteres erinnert farblich an Zimt und trägt eine Ahnung von Rosa in sich, die mich an Zwetschgeneis denken lässt. Die schönen runden Ohrringe aus dem Holz eines Zwetschgenastes sind für mich eine gute Art, um mich endlich gedanklich vom Sommer zu lösen und gerne in den Herbst zu starten. Denn ich mag große Ohrringe sehr. Erstens heben sie sich von meinem nicht immer so gut im Zaum zuhaltenden Haar ab und zweitens lassen sich da das Material, die Struktur und die Farbverläufe auch aus etwas Distanz gut erkennen. 







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Freitag, 23. September 2016

Vanille-Erdbeer

Wie geschmolzenes Vanilleeis, das sich langsam mit Erdbeer- oder Himbeereis vermengt, wirkt dieser Strauß auf mich. Das liegt vor allem daran, dass in den großen Blüten der Dahlien Gelb, Rosa und Lachs ineinanderfließen. Ich mag die cremige Mischung und die etwas altmodische Ausstrahlung dieses Bouquets. Er sieht so sonnig, freundlich und fröhlich aus. Ein ebensolches Wochenende wünsche ich euch allen!











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Dienstag, 20. September 2016

Septemberlicht

Warm und kupfergolden wie die Herbstsonne leuchten diese tropfenförmigen Ohrringe aus Marillenholz. Ich mag ihre geflammte Zeichnung, ihre sanften Rundungen und ihre seidige Oberfläche. Natürlich mit einem Hauch Eleganz kann ich sie mir gut zu Jeans, Bluse und Strickweste aber auch zu einem Kleid oder einem Blazer vorstellen. Farblich machen sie mir auf jeden Fall so richtig Lust auf einen goldenen Herbst.











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Montag, 19. September 2016

Kurzbesuch

Auf einer rosa Rose hatte sich eine Heuschrecke niedergelassen. Aus der Nähe wirklich ein faszinierendes Tier! Der Farbkontrast zwischen Blume und Insekt war ziemlich intensiv, deshalb sind die Fotos recht grell geworden.








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Freitag, 16. September 2016

Abschiedskuss

So warm, so strahlend, so wolkenlos wie die letzten zwei Wochen war der ganze Sommer nicht. Um so schwerer fällt der Abschied  von der Barfußzeit. Die Sonne steht tiefer, das Licht hat eine kupfergoldene Note und es liegt eine zarte Wehmut in der Luft. Dieser Strauß aus leuchtenden Astern, duftendem Lavendel, einer gut gelaunten Cosmea, einem blasspinken Sedum (Fetthenne) und der melancholisch-romantischen Rose Madame Pompadour sind ein Abschiedsgeschenk des Sommers, damit wir ihn in guter Erinnerung behalten bis nächstes Jahr.
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!












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