Mittwoch, 24. August 2016

Wassermelonenschalen mit grünen Tomaten

Es ist Wassermelonenzeit! Kaum ein anderes Obst schmeckt so sehr nach Hochsommer. Wenn euch nach dem Verzehr des saftigsüßen Fruchtfleisches Gelüste auf Saures überkommen, könnt ihr diesen freien Lauf lassen und gleich auch noch die Schalen weiterverwerten. Fermentiert mit grünen Tomaten sind sie eine Delikatesse und viel zu schade für den Kompost. Als Beilage zu deftigen Gerichten oder zu einer Käseplatte schmecken sie ganz vorzüglich. Und falls ihr euch jetzt fragt, ob grüne Tomaten denn auch wirklich genießbar sind - ja, in kleinen Mengen sind sie unbedenklich, auch wenn sie Solanin enthalten. Mehr als hundert Gramm sollte man davon täglich nicht zu sich nehmen. Davon seid ihr, selbst wenn ihr das ganze Glas auf einmal leert, noch weit entfernt.




Fermentierte Wassermelonenschalen  

1 Bügelglas

Wassermelonenschalen
3 kleine grüne Tomaten
1 EL Pfefferkörner
20 g unjodiertes Meersalz

Die Wassermelonenschalen schälen, das heisst, die äußerste grüne Schale entfernen. Eventuell noch vorhandenes rotes Fruchtfleisch ebenfalls wegschneiden - und essen :D 

Die Tomaten waschen, halbieren und die Stielansätze entfernen. Die Pfefferkörner ein wenig zerstoßen. Nun alle Zutaten in das Glas schichten, das Meersalz in 1 L Wasser gut auflösen und die Lake über das Gemüse gießen, sodass es gut bedeckt ist. Wer möchte, kann einen sauberen Stein auf die Wassermelonenschalen legen, damit sie unter der Lake gehalten werden.

Nun wird das Bügelglas verschlossen und bei Zimmertemperatur für etwa 4 Tage an einen dunklen Ort gestellt. Es sollte dort mindestens 16 °C und maximal 24 °C haben. Sobald die Fermentation einsetzt, steigen kleine Bläschen an die Oberfläche. Durch den Druck kann das Kohlendioxid durch die Ritzen zwischen Deckel und Glas entweichen, gleichzeitig kommt jedoch kein Sauerstoff hinein, deshalb verdirbt das Gemüse nicht, selbst wenn Teile über die Lake hinausragen.

Nach 4 Tagen könnt ihr das fermentierte Gemüse bereits verkosten! Bewahrt das Glas danach im Kühlschrank auf.







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Dienstag, 23. August 2016

Dunkle Flammen

Diese Ohrringe sind aus einem alten Marillenbaum gemacht, der bereits lange bevor er gefällt wurde vetrocknete. Deshalb ist das Holz stellenweise so schön dunkel. Ich mag das dunkel geflammte Muster, das die Ohrringe so aussehen lässt, als würden sie leuchten.









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Freitag, 12. August 2016

Kraut & Blüten

Zinnien können manchmal etwas steif erscheinen. Um diesen Umstand zu kaschieren, haben sie sich hier mit dem natürlich und völlig unverkrampften Ysop (dem in der Naturheilkunde tatsächlich krampflösende Eigenschaften nachgesagt werden), der charmanten Goldrute und Salvia viridis, dem fröhlichen Buntschopfsalbei, umgeben. In dieser unbefangen heiteren Gesellschaft blühen sie richtig auf und zeigen uns strahlend ihre zarte Seite. Ihre kraftvolle Art können sie natürlich nicht ganz verbergen - und das ist gut so: Schließlich steht keine andere Sommerblume so aufrecht, gekrönt von einer kleinen gelben Krone und leuchtet dabei so prächtig - umschwirrt von Hummeln und Bienen, umschaukelt von Schmetterlingen.



















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Mittwoch, 10. August 2016

Gurken mit Dillsamen und Knoblauchblüten

Mögt ihr fermentiertes Gemüse? Ich liebe es! Es hat etwas so Erfrischendes an sich und ist so fein säuerlich-aromatisch. Milchsäuregärung ist schon ein toller Prozess der Haltbarmachung. Wusstet ihr, dass diese Methode bereits seit der Jungsteinzeit angewendet wird um Lebensmittel zu konservieren und bekömmlicher zu machen? Der Gehalt an Vitaminen und sekundäre Pflanzenstoffen ist in fermentierten Gemüsen sehr hoch und sie enthalten gesundheitsfördernde probiotische Bakterien. Mir macht es außerdem Spaß mit verschiedenen Gemüsearten und Gewürzen zu experimentieren. Mein absoluter Liebling ist dabei Kimchi (auf koreanische Art fermentiertes Gemüse), aber auch Sauerkraut, Rote Rüben (Rote Beete) und Gurken begeistern mich. Und da es momentan Gurken im Überfluss gibt, zeige ich euch heute meine Interpretation von Dillgurken. Auch wenn diese Gurken auch als Salzgurken bezeichnet werden, mag ich es gar nicht, wenn sie allzu salzig sind. Sauer ist gut, versalzen schmeckt mir nicht - aber da gibt es sicher auch andere Meinungen. Seid am Anfang lieber trotzdem zurückhaltend mit dem Salz.





Fermentierte Gurken 

1 Bügelglas

Einlegegurken
1 Zwiebel
1 Knolle Knoblauch-Brutzwiebeln*
1 Dolde Dillsamen
1 EL Pfefferkörner
20 g unjodiertes Meersalz

Die Gurken waschen, beide Enden abschneiden und je nach Größe ganz lassen, halbieren oder vierteln.
Die Zwiebel schälen und achteln, die Knoblauch-Brutzwiebeln schälen und die Pfefferkörner ein wenig zerstoßen. Nun alle Zutaten in das Glas schichten, das Meersalz in 1 L Wasser gut auflösen und die Lake über das Gemüse gießen, sodass es gut bedeckt ist. Wer möchte, kann einen sauberen Stein auf die Gurken legen, damit sie unter der Lake gehalten werden.

Nun wird das Bügelglas verschlossen und bei Zimmertemperatur für etwa 4 Tage an einen dunklen Ort gestellt. Es sollte dort mindestens 16 °C und maximal 24 °C haben. Sobald die Fermentation einsetzt, steigen kleine Bläschen an die Oberfläche. Durch den Druck kann das Kohlendioxid durch die Ritzen zwischen Deckel und Glas entweichen, gleichzeitig kommt jedoch kein Sauerstoff hinein, deshalb verdirbt das Gemüsenicht, selbst wenn Teile über die Lake hinausragen.

Nach 4 Tagen könnt ihr die Gurken bereits verkosten! Als Beilage - oder einfach so - schmecken sie einfach köstlich. Bewahrt das Glas danach im Kühlschrank auf.

* Knoblauch-Brutzwiebeln entstehen aus der Knoblauchblüte und befinden sich ganz oben an der Pflanze. Aus ihnen können neue Knoblauchpflanzen gezogen werden. Wer keine Brutzwiebeln zur Hand hat, verwendet einfach einige Knoblauchzehen.







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Dienstag, 9. August 2016

Am Waldesrand

Sein Boden von Waldmeister und Farn bedeckt, vereinzelt leuchten pinke Zyklamen, es duftet nach Moos, nach Rinde und feuchter Erde. So steht er hinter mir, schattig und groß, der Wald. Ich höre den kleinen Bach plätschern. Ein Vogel stößt schrille Alarmrufe aus. Dann Stille. Wo Sonnenstrahlen durch die Baumkronen dringen, tanzen goldene Lichtpunkte über die Heidelbeersträucher. Die Brombeeren sind bald reif und auch der Holler färbt sich langsam dunkel.

Meine Begleiter bei diesem hochsommerlichen Waldspaziergang sind diese Ohrringe aus Eibenholz. Eibe lässt mich immer an tiefe, dunkle Wälder denken. Hier gibt es eher Laub- und Mischwälder. Ganz gleich, jeder Wald ist schön - außer Monokulturen. Zurück zu den Ohrringen: Ich mag den honig- bis bernsteinfarbenen Farbton von Eibenholz und seine harmonische, schwungvolle Maserung. 






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Montag, 8. August 2016

Bitte, bitte ein Eis!

In mir wohnt ein Kind, das am liebsten dreimal täglich ein Eis möchte. Und am liebsten eines am Stiel. Diese Vorliebe ist mir tatsächlich aus der Zeit geblieben, als ich noch mit meiner Schwester ein Twinni geteilt habe. Eis am Stiel macht mich auf eine sehr sommerliche Art glücklich. Deshalb erfinde ich gerne neue Sorten. Diese Kombination aus Wassermelone, Banane und Kokos ist so schön nostalgisch pastellfarben. Was mich besonders begeistert ist, dass das Eis nach unten zu immer cremiger wird. Ganz oben beginnt es süß und gleichzeitig durstlöschend mit Wassermelone, dann folgt - schon etwas weicher im Mund - Banane mit zitroniger Komponente und schließlich zum Schluss der zart schmelzende tropische Abschluss aus Kokos, Limette und Zimt. Ach, ich könnte Luftsprünge machen vor Freude!




Wassermelone - Banane - Kokos-Eis

250 g Wassermelone
2 EL Birkenzucker

1 reife Banane
Saft einer halben Zitrone

150 ml Kokosmilch
Saft einer Limette
2 EL Birkenzucker
1 TL Zimt

Zuerst die Zutaten für das Wassermeloneneis pürieren und in die Eisformen füllen (ca. ein Drittel bis halb voll). Für etwa eine Stunde tiefkühlen. 

Danach die Zutaten für das Bananen Eis pürieren und so in die Formen füllen, dass oben noch Platz für die dritte Sorte bleibt. Die Stäbchen vorsichtig ins Eis drücken und wieder für etwa eine Stunde tiefkühlen.

Nun die Zutaten für das Kokoseis gut verrühren, die Eisformen aus dem Tiefkühler nehmen und die Stäbchen vorsichtig herausziehen. Die Kokosmasse randvoll einfüllen, die Stäbchen wieder ins Eis stecken und die Formen für einige Stunden tiefkühlen.





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Freitag, 5. August 2016

Gruß aus Eden

Die blassschöne Rose Pierre de Ronsard, auch Eden 85 genannt, trifft hier auf die pompöse Madame Pompadour. Die beiden schmiegen sich in eine Wolke aus Oreganoblüten und werden von Gladiolen umrankt. Mit diesem kleinen Strauß wünsche ich euch ein schönes Sommerwochenende!













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