Samstag, 2. Mai 2020

Maienzeit

Und wieder liegt ein Sommer vor uns – dort hinter der nächsten Biegung. Ich kann kann ihn ahnen, riechen, beinah spüren. Schon verronnen, der flüchtige Frühling, verweht, über die Hügel. Trocken war er diesmal. Trocken und kurz. Noch sind die Büsche voll Knospen – Holunderknospen, Rosenknospen. Noch wiegen sich die Akeleien in ihrem Elfenkleid im Wind. Noch duftet der Wald nach Bärlauch. Doch abends füllt sich der Hof schon mit süßem Fliederduft. Die Zeit der Lenzrosen und der Kuhschellen ist bereits vorbei. Statt Blüten tragen sie mittlerweile Samenstände.

Hier seht ihr meinen weißen Maienreigen – die Kommenden bitten die Gehenden zum Tanz. Helleborus und Pulsatilla haben ihre Blütezeit schon hinter sich, die Akelei, der Bärlauch und der weiße Flieder befinden sich in Vollblüte, der Schwarzen Holunder, die Rose Boule de Neige und die Fetthenne warten noch auf ihren großen Auftritt. Und um sie alle rankt sich in seinem gelbgrünen Maienkleid der Wilde Wein. 















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Dienstag, 28. April 2020

Gülden

Meine absolute Lieblingsfarbe ist das Licht der aufgehenden und der untergehenden Sonne. Ich liebe Gold – vom blassen Weißgold bis zu leuchtendem Kupfergold. Vom zarten Goldgrün junger Birkenblätter, über das Schimmern einer Smaragdeidechse auf den warmen Steinen, bis zum dunklen Funkeln von Waldhonig. Sanft strahlt das Blattgold in ihrer Mitte und hüllt mich in seinen hellen Schein. 













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Freitag, 24. April 2020

Süßer Vogel

Im Hof duftet bereits der Flieder und auch die ersten Pfingstrosen haben ihre opulenten Blüten geöffnet. Trotzdem möchte ich euch noch einmal die zarten und kurzlebigen Blumen zeigen, die den besonderen Reiz des Frühlings ausmachen. Er ist der kleiner Vogel, der auf deinem Zaun landet, ein paar mal auf und nieder wippt – und bevor du ihn näher betrachten kannst, ist er auch schon wieder aufgeflogen.









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Dienstag, 21. April 2020

Wellengang

An die Wellen der Donau und an die Erdschichten des Hügellandes lassen mich diese Ohrringe aus Weinrebe denken. Zurzeit beginnen hier die Weinstöcke ganz zart auszutreiben. Das junge Laub schimmert in einem herrlichen Goldgrün, das im Farbton den reifen Trauben ähnelt, die ein knappes halbes Jahr später geerntet werden. 

Neben der sanft gewellten Form und der seidig glatten Oberfläche gefallen mir hier der intensive Farbkontrast und die tolle Zeichnung des Holzes ganz besonders gut.
















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Freitag, 17. April 2020

Sternthaler

Da fielen die Sterne vom Frühlingshimmel – weißblau glitzernd und von überirdischer Schönheit....

Zusammen mit den sonnengelben Dotterblumen (Caltha palustris) machen die Sternhyazinthen (Chionodoxa) vielleicht nicht für ein Lebtag reich, wie die Silbertaler im Märchen. Und doch ist der Anblick so bezaubernd, dass er sich mit Geld nicht aufwiegen lässt. Sie haben eben ihren ganz besondern Charme, die Frühlingsblumen.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!











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Dienstag, 7. April 2020

Ohrringe aus Weingartenpfirsich


Weil es diesen März so warm war, hat der Weingartenpfirsich bereits geblüht und wurde – je nach Lage vom Frost erwischt. Leider ist es so richtig kalt geworden. Hier sank das Thermometer einige Male auf minus sechs oder gar minus sieben Grad. Ob die Bäume Früchte tragen werden, wird sich zeigen. In exponierten Bereichen, sind die Blüten auf jeden Fall abgefroren.
Keinen Schaden genommen hat das schöne Holz dieser zarten Bäume. Es zeichnet sich durch seinen sanften Crémeton mit Gelb- und Rosanuancen aus. Die lebhafte Maserung sorgt für Schwung. Hier seht Pfirsichholz in Kombination mit Walnuss. Der größerer Holzteil besteht aus Pfirsich-, der kleinere aus Nussholz.










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Freitag, 3. April 2020

Purple Haze

In diesem Frühlingsstrauß treffen Wildblumen auf beliebte Gartenblumen. Welche die Schönste ist, lässt sich bei diesen Grazien beim besten Willen nicht sagen. Jede bezaubert auf ihre ganz eigene Art und Weise. Die Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris) begeistert mit ihrer leuchtenden Blüte, umgeben von silbrigem Flaum. Die Lenzrose (Helleborus orientalis) fasziniert mit ihrer unnachahmlichen Eleganz und der exquisiten Sprenkelung ihrer Blütenblätter. Die Schleifenblume (Iberis sempervirens) entzückt mit dem strahlenden Weiß ihrer doldenähnlichen Blütenstände. Die violette Tulpenknospe (Tulipa) zieht uns mit ihrem tiefen, wachsigen Violettton und den traumhaften Farbverläufen in ihren Bann. Und beim Anblick der anmutigen Blüten und Früchte des Hirtentäschels (Capsella), die den Strauß in einen feinen Schleier hüllen, meint man fast, sie würden tanzen.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!












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