Dienstag, 27. Juni 2017

Vom Dasein

Sommer ist Stillstand. Vielleicht nicht Halten, doch träges, breites Fließen. Sein. Wie eine Eidechse am warme Stein, wie eine dösende Katze. Dinge tun, die sonst nur Kinder machen: Sonnenflecken beobachten, die sich ihren Weg durch die Baumkronen bahnen, Libellen bewundern, die warme Erde riechen können, sich vor Gewittern fürchten. Einfach nur dasitzen und dasein. Ohne große Vorhaben und dringende Wünsche. Ein Eis vielleicht - ja, das schon. Doch sonst ist uns der Sommer alleine genug mit seinen sonnengetränkten Tagen und seinen Lapislazuli-Nächten.

Diese Ohrringe sind aus Schwarznussholz und aus Fliederholz gemacht. Die zwei kontrastierenden Holzarten sind wie Tag und Nacht, wie Licht und Schatten, und dabei ständig in Bewegung.












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Sonntag, 25. Juni 2017

Abendstunden

Der Abend atmet Lavendel. Dunkelblau lässt sich das Ende des längsten Tages erahnen. Wir sitzen im Hof, trinken ein Glas Wein und sehen dem Reigen der Schmetterlinge zu, die, so wie wir, die Süße des Sommers auskosten wollen. Einige späte Bienen surren, während die Mücken beginnen zu stechen. Die Turmuhr schlägt, als sich, wie plötzlich ausgegossen, die Bläue über die Dächer senkt, in den Innenhof sickert und uns umhüllt. Im Graben ruft ein Kauz. Ich taste nach meinem Glas. Über unseren Köpfen jagen schattengleich Fledermäuse in wirrem und doch so zielsicherem Zickzackflug.













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Freitag, 23. Juni 2017

Manche mögen's heiß

Mit brütender Hitze hat der Sommer Einzug gehalten. Seit beinahe zwei Monaten hat es hier kaum geregnet. Die Rosen sind schnell verblasst, verblüht. Der Boden ist ausgetrocknet und alles sehnt sich nach Wasser. Vielleicht ist dieser Juni nicht so üppig grün wie üblich, aber farbenfroh ist er dennoch: Vor dem Tor wiegen sich die Taglilien im heißen Wind. Im Innenhof ist der rote Ziermohn förmlich explodiert und einige sonnengeküsste Rosen trotzen der schwülen Mittagshitze. Im Gemüsegarten blühen blass die sonst so blauen Kornblumen. Die Brennende Liebe, Lychnis chalcedonica oder auch Scharlachlichtnelke, scheint diese Temperaturen zu mögen. Völlig unbeeindruckt reckt sie sich glutrot der sengenden Sonne entgegen und blüht als würde sie in Flammen stehen.



















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Dienstag, 20. Juni 2017

Silbergrün

In einem unvergleichlichen Hellgrün schimmert die Donau an manchen Tagen. Es sieht so frisch und lebendig aus, wie sich der kraftvolle ewige Strom seinen Weg durch die Landschaft bahnt. Ich mag es, wenn der vielbesungene blaue Fluss sich so mystisch grün gibt. Woran es genau liegt, weiß ich nicht. Am Sonnenstand, am Winkel in dem ich auf das Wasser schaue, an den Wetterverhältnissen, am Wasserstand? Egal - die Farbe ist wunderschön. Ich meine dieses silbrige Grün in den Perlmuttplättchen an diesen Ohrringen aus Zwetschgenholz wiederzuerkennen. Ein wenig zumindest, denn einfangen oder festhalten lässt sie sich nicht, die Donau.

















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Freitag, 16. Juni 2017

Sommermorgen

Als hätte ich eine Sommerwiese umarmt und mit nachhause genommen, wirkt dieser Strauß, der die wilde Seite meines Gartens zeigt und meinem Faible für Bauerngärten Ausdruck verleiht. Denn neben meiner Leidenschaft für eher manierierte, barock anmutende Rosen, mag ich es auch einfach, pur, naturbelassen und romantisch. Der Blumenstrauß aus Rittersporn, Glockenblumen, zwei alten Rosensorten meiner Urgroßmutter und Frauenmantel ist so unbeschwert, wie die Sommerluft die morgens durchs offene Fenster strömt. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!













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