Mittwoch, 14. Oktober 2015

Jetzt reifen schon die roten Berberitzen

Jetzt reifen schon die roten Berberitzen,
alternde Astern atmen schwach im Beet.
Wer jetzt nicht reich ist, da der Sommer geht,
wird immer warten und sich nie besitzen.

Wer jetzt nicht seine Augen schließen kann,
gewiß, daß eine Fülle von Gesichten
in ihm nur wartet, bis die Nacht begann,
um sich in seinem Dunkel aufzurichten: –
der ist vergangen wie ein alter Mann.

Dem kommt nichts mehr, dem stößt kein Tag mehr zu,
und alles lügt ihn an, was ihm geschieht;
auch du, mein Gott. Und wie ein Stein bist du,
welcher ihn täglich in die Tiefe zieht.

(Rainer Maria Rilke, 1901)













Die Ohrringe aus echten Berberitzen haben wir einfach nur so für mich - und nicht für Attilas Shop - gemacht. Ich trage sie ein paar Mal, zerlege sie dann wieder und überlasse sie den Vögeln. Und nächsten Herbst bekomme ich neue.





Da wir beide säuerliche Marmeladen lieben, mussten wir diesmal unbedingt Berberitzen einkochen. Ich bin ja ganz verrückt nach Ribiselmarmelade (Johannisbeerkonfiture). Am liebsten habe ich schwarze Ribisel. Auch Dirndlmarmelade (Kornelkirschenkonfitüre) liebe ich. Marmelade, die einfach nur süß ist, hat bei mir keine Chance. Da sind Berberitzen, die schließlich auch Essigbeeren oder Sauerdorn genannt werden, natürlich das ideale Obst für mich. Pur haben wir sie dennoch nicht verwendet, denn schließlich wollten wir Marmelade, nicht Senf, herstellen. 

BERBERITZEN-MARMELADE

400 g Berberitzen
100 ml Wasser
750 g  Äpfel gewürfelt, geschält
330 g Zucker
1 Pkg Quittin 3:1

Die Berberitzen mit dem Wasser in einen Topf geben und aufkochen. Bedeckt ungefähr 10 Minuten köcheln lassen. Dann die Berberitzen mit einer Gabel zerdrücken und das Mus noch einmal 5 Minuten kochen. Nun durch ein Sieb streichen bzw. mit einer Flotten Lotte passieren. So werden die doch ziemlich großen Kerne vom Fruchtfleich getrennt.
Jetzt die Apfelstücke mit dem passierten Berberitzenmus und dem Quittin vermischen und aufkochen. Wenn nötig etwas Wasser hinzufügen. Etwa 10 Minuten unter ständigem Rühren kochen, dann mit einem (sauberen) Pürierstab pürieren. Zum Schluss den Zucker dazugeben und noch einmal 5 Minuten kochen lassen. Noch heiß in sterile Gläser füllen.




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Kommentare:

  1. Zauberhaft... Die Berberitzen-Ohrringe erinnern mich an Korallen. Meine Mutter hatte eine Silberkette mit Korallen... Die einzigen reifen Berberitzen, die ich dieses Jahr sah, standen im Botanischen Garten in Leipzig, da habe ich mich nicht getraut... Und mein kleines Sträuchlein trägt (noch) nichts. Ein tolles Rezept hast du da. Lieben Gruß Ghislana

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  2. Boah, die Form und Farbe der Beeren sind fabelhaft und allerliebst. Die Ohrhänger sind fantastisch !
    Die Marmelade klingt sehr schmackhaft und Bitterstoffe sind ja gesünder als jeder Zucker.
    Ganz viele liebe Grüße, Synnöve

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  3. ....so schöne natürliche Ohrhänger...sieht klasse aus...den Geschmack von Berberitzen kenne ich gar nicht,

    lieber Gruß Birgitt

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  4. So vergänglich und doch wunderschön!
    Ich kann mir die Ohrhänger auch gut aus roter Koralle vorstellen... Oder gar aus Fimo ;-D
    Liebe Grüße zu dir schicke,
    Britta

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  5. Du schaust mit diesem Rot wieder so schön aus!
    LG
    Astrid

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  6. Wunderschön auch diese Ohrringe! Rot steht dich super!
    Liebe Grüsse nick

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  7. Hallo, tolle Fotos, und die Idee, daraus Ohrringe zu basteln ist genial! Ich habe deinen Beitrag bei Einab verlinkt, fehlt also nur noch dein Backlink :-)
    Viele Grüße von der Zwergenmama

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