Mittwoch, 27. Mai 2015

Neulicht

Neulicht ist der Name des Augenblicks, in dem zum ersten Mal nach Neumond wieder die Sichel des zunehmenden Mondes am Firmament zu sehen ist. In unseren Breiten ist das ungefähr eineinhalb bis zwei Tage nach Neumond. Die zum letzten Mal vor dem Neumond sichtbare, abnehmende Mondsichel heißt Altlicht. 
Ich finde diese beiden Wörter magisch schön - Neulicht, Altlicht. Sie klingen so weit und unendlich. Nach kühlem Licht. Nach Anfang und Ende. Und nach ewigem Kreislauf.

Diese Ohrringe aus Marillenholz sind eine Hommage an das Mondlicht. In kühlen Tropfen hängt es in der Mitte der beiden Sicheln und wartet darauf, auf die Erde zu fallen.











Montag, 25. Mai 2015

Von Wasser und Lilien

Was soll ich sagen - es hat geregnet und geregnet und geregnet. Nass und dauergrau ist ziemlich weit entfernt von meinem idealen Wochenende. Aber es lässt sich nicht ändern und in den Regenpausen bin ich hinausgegangen und unter tausend Tropfen waren die Lilien und Pfingstrosen ein wunderschöner Anblick. Als eine Ahnung von Sonne durch die Wolken blinzelte, haben sich die Blüten des Lein geöffnet - elfengleiche, grazile und sehr flüchtige Geschöpfe.













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Mittwoch, 20. Mai 2015

So grün wie Giersch

Giersch ist ein äußerst hartnäckiges Unkraut, das sich kaum bekämpfen lässt. Zum Glück schmeckt er köstlich und ist außerdem sehr gesund. Die auch Dreiblatt genannte Pflanze wird seit Jahrhunderten als Heilmittel gegen Gicht und Rheuma verwendet. Die moderne Medizin kann diese Wirkung nicht belegen, was aber natürlich keineswegs bedeutet, dass Giersch nicht gesundheitsfördernd ist. Auf jeden Fall ist er ein sehr gut schmeckendes Wildgemüse, das den Vorteil hat, dass es fast das ganze Jahr (außer im Winter) geerntet werden kann.
Aus den Blättern lässt sich ein Gemüse (ähnlich wie Spinat) zubereiten. Oder Salat, oder Suppe, oder Pesto, oder ein Aufstrich, Lasagne, Füllung für Tortellini,... Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Irgendwo zwischen Petersilie und Mango ist der Geschmack von Giersch angesiedelt. Natürlich hängt das auch ein wenig vom Alter der Blätter und davon, ob die Pflanze bereits geblüht hat, ab. Die Blüten sind übrigens auch genießbar und schmecken etwas süßer. Sie können für Limonaden, Sirups oder Tees verwendet werden oder herausgebacken werden.

Und weil der Giersch so unverdrossen wächst, viel üppiger und schneller als mein Spinat, verwende ich ihn sehr gerne zum Kochen. Heute habe ich neben Gierschsuppe außerdem einen Smoothie damit gemacht.
Beides war wirklich gut - die Suppe schön mild mit ganz feinem Aroma, der Smoothie frisch und würzig.



GIERSCH-SMOOTHIE

1 großer Apfel
3 große Karotte
1 Stück Weißkraut (ca. 100g)
1 Schüssel Giersch (ca. 3 Handvoll)
8 Erdbeeren tiefgefroren
1 Banane
1/2 Zitrone
1 kleines Stück Ingwer
1/2 Glas Wasser

1. Den Apfel, die Karotten, den Ingwer und das Weißkraut mit dem Entsafter entsaften.

2. Die restlichen Zutaten dazugeben und gut durchpürieren/im Standmixer mixen. 

Statt der tiefgefrorenen Erdbeeren können natürlich auch frische verwendet werden. Ich hatte noch vom Vorjahr Erdbeeren eingefroren und da es nicht mehr lange dauern wird, bis die ersten im Garten rot werden, wollte ich die alten aufbrauchen. Es können natürlich auch Himbeeren, Brombeeren oder andere Früchte der Saison verwendet werden.





GIERSCH-SUPPE

1 kleine Zwiebel
3 handvoll Giersch
2 EL Buchweizenmehl (Weizenmehl)
1/2 Suppenwürfel
grüner Pfeffer
1 Spritzer Zironensaft
1 EL Rapsöl
Salz
600 ml Wasser


1. Die Zwiebel fein schneiden und in einem Suppentopf im Rapsöl glasig dünsten.

2. Das Mehl und den grünen Pfeffer hinzufügen und ein wenig anrösten. 

3. Nun den Giersch in den Topf geben, ein paar Mal umrühren und dann mit dem Wasser aufgießen. Salzen und den Suppenwürfel hinzufügen (es geht natürlich auch ohne Suppenwürfel - dann etwas mehr salzen). 

4. Die Suppe vom Herd nehmen und mit dem Pürierstab gut durchpürieren. Etwas Zitonensaft dazugeben umrühren und abschmecken. 






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Montag, 18. Mai 2015

Maispaziergang

Will dir den Frühling zeigen, 
der hundert Wunder hat. 
Der Frühling ist waldeigen 
und kommt nicht in die Stadt. 

Nur die weit aus den kalten 
Gassen zu zweien gehen 
und sich bei den Händen halten - 
dürfen ihn einmal sehn. 

Rainer Maria Rilke











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Freitag, 15. Mai 2015

Heart of Wood

Eine Bekannte wollte Ohrringe in Herzform - und zwar aus Zwetschgenholz. Sie sollten romantisch, natürlich und nicht zu groß und zu plump sein. Als ich schon einmal dabei war, habe ich gleich mehrere Paare gemacht. Erst dachte ich, sie würden vielleicht etwas kitschig aussehen. Aber so, in dieser Größe sind sie eher dezent - und richtig herzig geworden <3









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Mittwoch, 13. Mai 2015

Magenta Mood

Diese Ohrringe aus Schwarznuss sind mit magentafarbenem Garn bespannt und erinnern an Pfingstrosen, Flieder, Rosen, Cosmea und Astern. Sie passen perfekt zu frühsommerlicher Laune - zu Picknicks, Bootsfahrten, Lagerfeuern, Open Air-Veranstaltungen und Festivals.










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Montag, 11. Mai 2015

Maimelodien

Momentan ist das üppige pastellfarbene Blühen fast schon kitschig. Lieblich - genau das ist das richtige Wort dafür. Es klingt ein wenig nach Biedermeier und Spätromantik. Nach Hausmusik und Walzer. Und es ist schön, weil es so flüchtig ist. Weil das Rauhe, Heiße, Trockene, Klare uns früh genug von unserer rosaroten Zuckerwattewolke herunterholen wird, mögen wir das Farbenreigen des Mai, der früher auch passenderweise "Blumenmond" genannt wurde.








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Freitag, 8. Mai 2015

Komm lieber Mai, und mache

die Wiesen wieder grün
und lass in unsrem Städtchen
den Flieder wieder blühn!
Wie möcht ich doch so gerne
bis nachts spazieren gehen!
Wenn laue Luft und Blütenduft 
durch alle Gassen wehen.





Ohrringe aus Fliederholz


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