Montag, 30. März 2015

Buschwindröschen

Schon der Name dieser anmutigen Blume klingt so leicht und zart. Anemone nemorosa gehört zu den Hahnenfußgewächsen und ist somit eine wilde Verwandte der zur Zeit so beliebten Ranunkeln. Sie ist zwar nicht so üppig, pompös und prunkvoll wie ihre gezüchteten Schwestern, doch genauso schön. Elfengleich, wie eine Ballerina im Spitzentanz mit dem Wind. Von ihrem Tanzpartner hat sie auch ihren wissenschaftlichen Namen bekomen: anemos ist das altgriechische Wort für Wind, während nemorosus im Lateinischen "schattig" beziehungsweise "waldreich" bedeutet. Im Volksmund wird die Pflanze auch Hexenblume genannt.










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Freitag, 27. März 2015

Manschettenknöpfe aus Marillenholz

Inspriert vom gerade erblühten Marillenbaum sind diese Manschettenknöpfe entstanden. Sie sind aus einem seiner überzähligen Äste geschnitzt und haben eine sehr schöne Maserung, die mich wiederum an die Marillenblüten erinnert: Wenn man die Blüten genau anschaut, kann man auf den weißen Blütenblättern feine rosarote Adern erkennen. Die zarten Linien im Holz haben auch etwas von Sonnenstrahlen. Auf jeden Fall finde ich den honigfarbenen Holzton sehr frühlingshaft und kann mir die Manschettenknöpfe gut an einem hellen Baumwoll- oder Leinenhemd vorstellen.









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Mittwoch, 25. März 2015

Süße Brise

Der Marillenbaum vor dem Fenster hat seine Blüten geöffnet. Morgens weht nun süßer Nektarduft ins Zimmer. Und als wäre das noch nicht genug der Romantik, brütet auch ein Ringeltaubenpärchen in seinen Zweigen, zwei weiße Eier liegen in ihrem Nest. Ich schwöre es! Was wie ein Märchen klingt, ist mein eigener kleiner Frühling, direkt vor meinem Schlafzimmerfenster. Ich wünsche euch allen ebenso eure ganz eigenen süßen Frühlingsmomente!












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Freitag, 20. März 2015

Sonnentag

Heute, zu Frühlingsbeginn, war die Sonne wohl noch ein wenig schüchtern und hat sich hinter dem Mond versteckt. Doch allzu lange hat sie es dort nicht ausgehalten und sich dann doch wieder hervorgewagt. Und das war gut so, denn so ist es doch noch ein strahlend sonniger erster Frühlingstag geworden.







Montag, 16. März 2015

Goldmund

Dein hellgelbes Lachen
kräuselt sich 
in kaltgraublauer Luft.
"Ein Ziel habe ich nicht.
Ich weiß schon
dort wartet er im Finstren;
doch ich blühe hier 
Gold
nicht weil ich will
vielleicht
weil ich muss."
So bist du. So lebst du.
Unter dem klaren Himmel
in kaltgraublauer Luft.

(Veronika Bauer)









Fotos: Attila Palkovics

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Freitag, 13. März 2015

Kleines blaues Wunder

Sie sehen einfach wahnsinnig süß aus, sind aber die dominantesten Vögel an der Futterstelle. In ein flauschiges Federkleid in den schönsten Blau- und Gelbschattierungen gehüllt, wirken sie, als könnten sie niemandem auch nur ein Haar - geschweige denn eine Feder - krümmen. Doch das ist nur Tarnung: So winzig Blaumeisen auch sind, sie sind die Gangster unter den kleineren Singvögeln und lassen sich kein Körnchen streitig machen. Heute haben sie sich im Nieselregen über den letzten Meisenknödel hergemacht. Amsel, Drossel, Fink und Star und die ganze Vogelschar hatten nicht den Hauch einer Chance.








Mittwoch, 11. März 2015

Feentanz

Unser Garten hat zwei neue Bewohner. Eine Helleborus orientalis und eine Fritillaria meleagris, beide äußerst grazile Geschöpfe, die früh und auch bei Kälte wunderschön blühen. Heute nicken ihre prächtigen Blütenköpfe im Regen und bringen Farbe in den grauen Tag. Vom Fenster aus sehen sie aus wie tanzende Märchenwesen.












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