Donnerstag, 26. Februar 2015

Roadmovie

Diese Fotos sind schon vor einiger Zeit entstanden, an einem klaren kalten Nachmitag anfang des Jahres. Die klirrende Kälte, die zitternden Gräser, die Strommasten und die Straßen, die in der tiefstehenden Sonne glitzerten, ließen mich an Roadmovies denken. Irgendwo zwischen der großen Freiheit und dem Abgrund, wo eben diese Freiheit in Leere und Sinnlosigkeit umschlägt. In meinem Kopf höre ich dazu Janis' rauhe Stimme: "Freedom's just another word for nothing left to lose. I mean nothing, honey if it isn't free...."





















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Montag, 23. Februar 2015

Ivy & Hollywood

Efeu und Stechpalme spielen die Hauptrolle in dieser Fotoserie. Während der hübsche Efeu alles tut, um ganz nach oben zu gelangen und notfalls auch über (Baum)leichen geht, hält sich die Stechpalme zumeist eher unscheinbar im Unterholz auf und glänzt eher durch ihren Namen - zumindest im Englischen. Holly, so heißt das Holz aus dem die Träume des letzten Jahrhunderts geschnitzt waren, zumindest für manche von uns Menschen. Die Pflanzen scheint das nicht wirklich zu beeindrucken. Sie wachsen, ganz gleich wie auch immer sie von uns genannt werden, um die Wette. Jeder gibt sein Bestes, hat seine ganz eigenen Tricks und Raffinessen um ans Licht zu gelangen. Und wenn ich mich so umsehe, tun wir eigentlich so ziemlich genau dasselbe - manche eben mit mehr Elan und andere sind dabei etwas gelassener und nehmen die Traumfabrik nicht ganz so ernst.













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Freitag, 20. Februar 2015

Umbruch

Der alte Nussbaum musste gefällt werden, weil es zu gefährlich geworden war. Seit Jahren größtenteils abgestorben brachen nun bei stärkerem Wind immer wieder Äste ab. Mir tut das trotzdem sehr leid, denn ein Buntspecht hatte dort so etwas wie ein kleines Paradies gefunden. Zum Glück gibt es hier ja noch jede Menge andere alte Bäume! Im Zuge dieser Aktion wurde auch eine Robinie, die vom Efeu im wahrsten Sinn des Wortes stranguliert  worden war, umgeschnitten und ein kleiner wild aufgegangener Zwetschgenbaum, der hier einfach keinen Platz mehr hatte. In einem Jahr, wenn das Holz getrocknet ist, werden die drei Bäume zu Schmuck werden. Im Dickicht haben wir beim Sägen die ersten Frühlingsboten entdeckt!





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Montag, 16. Februar 2015

Kräftemessen

Seit Tagen tobt ein stiller Kampf in den Auen und unten am Weiher. Der Winter ringt mit dem Frühling, will seinen Platz behaupten und seine Macht behalten. Noch ist er stark, hält die Wälder fest in seinem eisigen Griff. Doch der Frühling ist furchtlos, lässt es topfen und plätschern, schickt tausend Schneeglöckchenknospen durch das modernde Laub des Vorjahres und lacht mit hellen Meisenstimme in den Wipfeln der Birken. Es taut und gefriert und taut und gefriert. Der Wind ist kälter geworden, rüttelt an den kahlen Zweigen. Ein Silberreiher fliegt auf und zieht einen weiten Bogen. In seinem Gefieder spiegelt sich golden die tiefstehende Sonne.











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Donnerstag, 12. Februar 2015

Hazel Days

Das Licht ist auf einmal anders. Goldener, mit einem zarten Rosaton darin. Ein Hauch von Aufbruch liegt in der Luft. Die Haselnuss blüht und in der Nachmittagssonne wagen sich die ersten Insekten hervor. Mit dem Rücken zur Hauswand schmeckt der Kaffee so gut wie lange nicht mehr.









Ohrringe aus Haselnuss- und Zwetschgenholz


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