Samstag, 11. Oktober 2014

Weißdornlikör

Weißdorn mag ich gerne als Tee. Dazu pflücke ich im Frühling die Blüten, die Triebspitzen und die jungen Blätter. Genauso schön wie zu seiner Blütezeit Anfang Mai ist der Strauch, der in Buschform und auch in Baumform anzutreffen ist, jetzt im Herbst. Die roten Früchte leuchten wie Rubine in der Sonne und wenn sich die Nebel senken, glitzern sie im Geäst.


Alle Pflanzenteile (Blüten, Zweige und Früchte) werden in der Naturheilkunde verwendet. Sie sind positiv inotrop, das heißt, sie steigern die Kontraktionskraft des Herzens - ohne Nebenwirkungen. Weißdorn ist außerdem gefäßerweiternd und dadurch durchblutungsfördernd. Er beugt Herzerkrankungen vor, hilft bei Durchblutungsstörungen und sowohl bei zu hohem, als auch bei zu niedrigem Blutdruck.

Roh verzehrt sind die Früchte zwar sehr gesund, jedoch etwas mehlig. Mir persönlich schmecken sie ganz gut, doch viele meiner Bekannten mögen sie gar nicht. In diesem Fall können Sie zu Marmelade, Kompott oder Gelee verarbeitet werden - zum Beispiel mit Äpfeln gemischt. Weißdornfrüchte gelieren sehr gut und schmecken gekocht angenehm süß-säuerlich.

Und natürlich bietet sich noch an, einen Likör damit anzusetzen. Der findet meist mehr Anklang als Tee oder Marmelade und hat sicher auch einen positiven Effekt auf die Gesundheit - zumindest solange man nicht gleich die ganze Flasche auf einmal austrinkt.



500g Weißdornfrüchte
100g Kristallzucker
50g Rohrzucker
10 Korianderkörner
5 Pfefferkörner
2-3cm Vanilleschote
1l Wodka oder Korn

Die Früchte von den Stängeln befreien. Den Zucker in größere Gläser füllen und die Beeren und die Gewürze dazugeben. Nun den Alkohol darübergießen, sodass die Früchte bedeckt sind. Die Gläser verschließen und 6 Wochen an einem warmen, sonnigen Platz ziehen lassen. Danach abseihen, in Flaschen füllen und möglichst noch 2 Monate ruhen lassen.







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